Montag, April 23, 2012

Der April macht was er will...auch in Zürich (Marathon Zürich 2012)

Vor fünf Jahren war ich schon mal am Marathon in Zürich. Eigentlich war das damalige Erlebnis nicht so faszinierend, dass ich mir die 42,195km durch die grösste Stadt der Schweiz nochmals antun wollte. Die Atmosphäre an der Strecke kann nicht mit ähnlich grossen Frühlings-Marathons mithalten (z.b.Freiburg) das Startgeld ist aber "schweizerischen" Verhältnissen angepasst…

Aus terminlichen Gründen wollte ich aber unbedingt einen Marathon am zweitletzten April Wochenende machen. Linz, London und Zürich standen zur Auswahl. In der Stadt an der Themse war ich 2010 und die Ergatterung eines Startplatzes ist dort reine Glücksache. In der Stadt an der Donau war ich 2011 und daher wollte ich dieses Jahr nicht schon wieder dahin. Blieb also nur noch die eher ungeliebte Limmat-Variante übrig. Es gab allerdings auch positive Aspekte bei dieser Wahl. Mir blieben eine lange Reise und Hotelübernachtungen erspart, zudem gilt Zürich als schnelle Strecke.

Weiterer Anreiz eines "Heimrennen" ist, dass man viele bekannte Gesichter trifft. Allerdings habe ich diesen Aspekt bei meiner zeitlichen Planung nicht mit einberechnet. Einige interessante Gespräche später, bleiben nur noch wenige Minuten bis zum Start des 10.Zürich Marathon. Das Aufwärmprogramm fällt dementsprechend kurz aus, was allerdings bei dieser Laufdistanz nicht weiter tragisch ist.


Kurz vor 8.30h, als sich die Sportlermeute vor der Startlinie besammelt, meint ein Bekannter zum mir:"Traumhafte Bedingungen für einen Marathon". Ich stimme ihm zu. Trockenes Wetter, wolkenverhangener Himmel und ca. 10 Grad, Läuferherz was willst du mehr? Nur etwa fünfzehn Minuten später sieht das Ganze schon ganz anders aus. Heftiger Wind und viel Regen sorgen bei den über 3'000 Läufer/innen für reichlich Frust. Es gelingt mir zwar einigermassen einen gleichmässigen Kilometer Schnitt zu laufen, aber der Kräfteaufwand ist immens. Anfangs laufe ich im Schlepptau von Jasmin Nunige. Die fantastische Bergläuferin (u.a. Siegerin des K-78 Swiss Alpine Marathon) scheint mit ihrem Tempo eine Zeit von 2.44.xx zu avisieren. Bewundernswert, wenn man bedenkt, dass bei der Davoserin im letzten Jahr Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wurde.

Ich merke allerdings nach etwa 8 Kilometer, dass ich das Tempo von Nunige auf Dauer nicht halten kann. Um meine Moral ist es zu diesem Zeitpunkt nicht zum Besten bestellt. Meine Frau will mir netterweise bei Kilometer 12 ein trockenes Laufshirt reichen, ich winke aber aufgrund des Zeitaufwandes ab. Klitschnass mache ich mich also auf den Weg, den Zürichsee entlang nach Meilen. Es folgt nun die schwierigste Phase des Rennens, einerseits werde ich mehrfach überholt, anderseits sinkt mein Kilometer Schnitt auf ca. 4.00min/km. Die schwierigen äusseren Bedingungen gilt es nun möglichst zu ignorieren. Den Halbmarathon laufe ich in 1h 23min. Dies entspricht in etwa meinen Erwartungen (Endzeit ca. 2h 50min). Durch die Auswertungen meiner Trainingsergebnisse war mir vor den Rennen bereits klar, dass ich nicht ganz den Formstand des letzten Jahres habe. 2011 lief ich in Frankfurt und Linz jeweils nach 2h 47min durchs Ziel. Im diesen Frühling konnte ich aufgrund diverser Verpflichtungen meinen Trainingsaufwand nicht im gleichen Masse aufrecht erhalten (ca. 70-80 Kilometer in der Woche).


Nach 25 Kilometern folgt in Meilen der Wendepunkt des Marathon. Der Zürcher Vorort ist neben der Bahnhofsstrasse der stimmungstechnische Höhepunkt dieses Marathons. Wir Läufer durchlaufen hier ein Zelt und werden lautstark angefeuert. Der Frust folgt aber nur wenig später. Der Gegenwind auf dem Rückweg bläst sehr heftig. Ein Gefühl, als ob man gar nicht mehr vorankommt. Das kann ja heiter werden, denke ich für mich. Gott sei Dank schlägt das Aprilwetter nun um. Der Regen hört auf und auch der Wind lässt nach. Das Laufen fühlt sich ziemlich gut an. Ich überhole wieder mehrere Läufer. Auf der Gegenseite befinden sich die Läufer/innen auf dem Weg nach Meilen. Viele Gesichter sind gezeichnet von den Strapazen und Wetterkapriolen. Mein Kilometer Schnitt pendelt sich nun zwischen 4.04-4.07km/min ein. Herrliberg kommt bei Km 32, unweigerlich kommen die Gedanken auf einen Ex-Bundesrat. Ich laufe ein ziemlich einsames Rennen, am liebsten würde ich mich einer kleinen Gruppe anschliessen. Nur einmal bei Km 33 bietet sich dazu die Möglichkeit, allerdings sind die 5 Läufer zu schnell. Ich bin froh, als ich bei Km 35 meine Familie sehe. Cola, Gel und ein Isostar-Shot werden mir gereicht. Diese Unterstützung kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, die Kilometer 34-37 sind meine Langsamsten (4.10km/min). Ich laufe aber nicht in den sogenannten "Hammer". Im Gegensatz zu meinen zwei letzten Stadtmarathon Läufen bleibt mir das an diesem Tag erspart. Ab Km 38 drehe ich nochmals auf. Was für ein geniales Gefühl, unweigerlich kommen meine Gedanken an London 2010. Dort gelang mir ein ähnlicher Schlussspurt. Seit langer Zeit schaue ich nun wieder einmal auf die Uhr. Ich sehe das mit einer Effort Leistung sogar noch eine Zeit von 2h 49min xx drinliegt. Die letzten Kräfte werden mobilisiert. Ein Bekannter feuert mich kurz vor dem Ziel an. Die Sonne strahlt, die Beine schmerzen, das Ziel ist nah. In 2h 50min 09 Sek bin ich sprichwörtlich am Ende. Knapp hinter dem ehemaligen Radprofi Fabian Jeker überquere ich die Ziellinie. Unter 2494 klassierten Männern ist das der 77 Rang, in meiner Alterskategorie bin ich auf dem 15 Platz rangiert (587 Finisher).

Die Verpflegung am Ziel ist ein wenig dürftig. Wasser, Apfel und Rivella. Die meisten Schweizer Marathon Veranstalter schaffen es leider trotz üppigem Startgeld nicht, ein reichhaltiges "Buffet" anzubieten...Schade.


Meine Familie nimmt mich in Empfang, ich tausche mich mit einigen Läufern aus. Die meisten beklagen das schlechte Wetter, viele verlieren 2-3 Minuten auf ihre persönlichen Bestzeiten. Die warme Dusche entschädigt nun für die Mühsal der letzten 42,195km. Einige schlottern, für kälteempfindliche Läufer war heute kein guter Tag.

Das Schlussfazit nach meinem 19. Marathon. Negativ ist sicherlich, dass ich so knapp über 2h 50min gelaufen bin, schlecht war natürlich auch der viele Gegenwind und der Regen. Ich nehme aber mehrheitlich positive Dinge mit in das Laufjahr. Es gelang mir einen relativ ausgeglichenen Marathon zu laufen, ohne nennenswerte Krisen. Trotz schlechter Bedingungen konnte ich meine drittbeste Marathon Endzeit erzielen. Wahrscheinlich "wäre" bei normalen Bedingungen sogar eine Zeit um 2h 47min dringelegen. Es ist allerdings müssig darüber zu spekulieren.

Ich freue mich nun auf meinen 20.Marathon, dieser findet in gut zweieinhalb Monaten in Stockholm statt. Es wird ein ganz spezieller Lauf, genau 100 Jahre nach dem Olympia Marathon von 1912.

Dienstag, April 17, 2012

FC Barcelona : FC Getafe 4:0



Primera Divison
F.C.Barcelona : FC Getafe 4:0
Camp Nou
76'041 Zuschauer

Meiner Schwester unterläuft ein typischer Touristen Fehler. Ihre modische Frühlingsjacke ist für den Spielbesuch im Camp Nou nur bedingt geeignet, denn auch katalanische April Abende können kühle Temperaturen hervorrufen. So machen wir uns in den umliegenden Quartieren des Stadiongeländes auf die Suche nach einem Kleidergeschäft. Der hochpreisige Barcelona Fan Shop, unmittelbar beim Camp Nou, fiel nämlich schnell aus den Traktanden. Zu teuer die Ware und zu gering die Chance auf eine nochmalige Verwendung des Kleidungsstück. Schlussendlich fand meine Schwester wenig überraschend ihre Rettung bei einer grossen schwedischen Kleidungskette. Der spanische Kleiderladen für Umstandsmode nebenan war eine nicht sehr attraktive Alternative dazu.

Fussballstar Lionel Messi und Architektur-Legende Antoni Gaudi sind die zwei grossen Aushängeschilder der katalanischen Metropole. An diesen beiden Künstlern kommt kein Besucher vorbei, ob man will oder nicht. An jeder Ecke wird ein Trikot mit der Nummer 10 des FC Barcelona angeboten und jede Bustour führt entlang an den schönsten Bauwerken von Gaudi.

Vor dem Stadion herrscht schon Stunden vor dem Spiel reger Betrieb. Die Osterferien locken Menschen aus allen Teilen Europas zum derzeit wohl besten Verein der Welt. Ein Österreicher fragt mich vor dem Stadion, wie viel ich für meine Karte bezahlt hätte? Der hohe zweistellige Orginal Preis für den 2.Ring erschreckt in sichtlich. Er verrät mir seinerseits, dass er nicht mehr als 25 Euro berappen möchte. Schliesslich bezahle er in der heimischen 1.Bundesliga auch nicht mehr. Ich verkneife mir einen Kommentar. Wahrscheinlich ist es aber schon in Ordnung, wenn man für die Betrachtung der technischen Finessen von Stefan Meierhofer gleich viel bezahlen will, wie für jene von Xavi Iniesta.

Das Camp Nou bietet 99'354 Zuschauern Platz und ist das grösste Stadion Europas. Am heutigen Spieltag, unter der Woche gegen den Mardrider Vorortsverein Getafe, ist das imposante Rund nicht ausverkauft. Zur Freude aller Franzosen, Schweizer, Deutschen, Engländern und Katalanen lässt Trainer Pepe Guardiola trotzdem alles was Rang und Namen hat auflaufen. Der enge Titelkampf mit dem Erzrivalen aus der spanischen Hauptstadt erlaubt keine Schonung der "Superstars".
Die beiden Teams werden mit der Vereinshymne "Blu Grana" empfangen, stimmungstechnisch war dies eigentlich schon der Höhepunkt. Für einen weiteren Gänsehautmoment sorgen die Zuschauer im Verlauf der Partie, als sie den Namen von Eric Abidal skandieren. Der französische Verteidiger des FC Barcelona ist an Leberkrebs erkrankt.

Der FC Getafe ist von Beginn weg absolut chancenlos. Der biedere Mittelfeldverein will von Anfang an den Schaden möglichst in Grenzen halten. Dies ist nachvollziehbar, die Hausherren zeigen ihren unerbittlichen Kombinationsfussball. Zur Pause steht es 2:0, was allerdings nur an der mangelnden Chancenauswertung der Gastgeber liegt.

Der Wind bläst ohne Halbzeitunterbrechung durch das Stadion. Zu unserem Vorteil spielt hier nicht ein Fürstenländer 1.Liga Verein, ansonsten wären die äusseren Bedingungen kaum erträglich. Der gute Fussball auf dem Rasen lässt Wind, Kälte und Regen beinahe vergessen. Lionel Messi zaubert auch in der zweiten Hälfte. Der Argentinier führt die Gastgeber zu einem ungefährdeten 4:0 Erfolg.

Wir verlassen das Stadion. Ein merkwürdiges Gefühl kommt auf. Als Fussballanhänger hat man beinahe das Gefühl einem Theater oder einem Ballett beigewohnt zu haben. Das Publikum beklatschte gelungene Aktionen und schüttelte verhalten den Kopf bei den (sehr) wenigen Fehlpässen. Der Hauptdarsteller mit der Nummer 10 wurde ab und an durch das Rufen des Namens gefeiert. Dazu wurden Nüsse verköstigt und alles lief äusserst sittsam ab.

Mein Bruder stöberte vor dem Spiel über zwei Stunden im Fanshop des FC Barcelona. Sein Sohn im Kindergarten-Alter ist ein riesengrosser Fan des Barca-Weltfussballer. Trikot, Poster, Schal und vieles mehr standen auf der Wunschliste des Fünfjährigen. Die bescheidenste Bitte war allerdings auch die Unmöglichste. Wir sollten doch bei Messi an der Haustür klingeln und um ein Autogramm bitten...

Da zogen wir diesem unmöglichen Unterfangen lieber einen Abstecher auf die Prachtstrasse "Ramblas" vor. Dieses Vorhaben machte wesentlich mehr Sinn.

Mittwoch, Januar 18, 2012

A.C. Milan : Inter 0:1







Serie A
San Siro
80'074 Zuschauer

Borghetti, diese Likör/Espresso Mischung findet man in fast jedem italienischen Stadion. Optisch erinnert das Fläschchen an ein kleines Parfüm-Flacon der Ehefrau. Geschmacklich lässt es sich allerdings eher mit kaltem Coretto-Grappa vergleichen. „Nur 20 Euro für 5 Stück“ meint der eifrige Verkäufer. Dieser Preis verwundert, da der Einzelpreis mit 3 Euro pro Borghetti angeben ist. Dies sei nun mal so, entgegnet der Angestellte mit einem Achselzucken...

Die Handschuhe mit dem aufgedruckten Wappen des AC Milan sind an diesem Abend ausverkauft. Der Verkäufer am offiziellen Merchandising -Stand des italienischen Meister schüttelt entschuldigend den Kopf. Fabio, ein Rossoneri-Anhänger aus St.Gallen, muss also weiter frieren. Der berüchtigte Lombardei Nebel sorgt für kühles Januar Wetter in Norditalien.

Die Eltern von Fabio stammen aus Sizilien, wie so viele Secondos unterstützt auch er einen Verein aus Norditalien. Der Reisecar aus der Ostschweiz brachte an diesem Tag einige Milanisti und Interisti mit Migrations Hintergrund in die Lombardei. Bereits im Bus wurden Gesänge auf den jeweiligen Lieblingsverein angestimmt, wobei die Rot-Schwarzen die Überhand behielten. Die AC Milan hat an diesem Sonntag Heimrecht.

Dick eingepackt warten die Zuschauer auf den Anpfiff des 190. Mailänder Derby. Die beiden Fankurven begrüssen die Mannschaften mit einer Choreografie. Dem spektakulären Auftritt der Gästefans in der Curva Nord zollen gar einige Milan Tifosi ihren Respekt. Die beiden Teams aus der „Mode-Stadt“ zeigen danach eine engagierte Leistung. Leider entwickeln sich nur wenig Torchancen. Die Stimmung ist den Offensiv Aktionen entsprechend eher entäuschend. Vielleicht liegt dies aber auch an der Einführung des „Tessera del tifoso“. Der umstrittene Fanausweis schwächt die lebendige italienischen Fankultur merklich. Die Gewalt ging gemäss Statistik des italienischen Innenministerium zurück. Der Erwerb des Ausweis bringt aber einen grossen bürokratischen Aufwand mit sich. Da überlegt ein „normaler“ Familienvater zweimal, ob er das Spiel im Stadion, oder im TV sehen möchte. Die Regierung führte mit aller Konsequenz den "gläsernen Fan" ein. Die Folge sind weniger Zuschauer und ein Nachlassen der Stimmung. Die beiden Ultra-Szenen überzeugen am heutigen Tag also weniger mit langen, einstudierten Gesängen, sondern mit unzähligen Transparenten. Der einen Seite wurde u.a. eine „Facebook Mentalität“ vorgeworfen, während sich die Gegenpartei als „das einzig wahre Mailand“ betitelt.

Diego Milito sorgt schliesslich für die Entscheidung. Der Argentinier erzielt den einzigen Treffer dieser Partie. Inter gewinnt und die Mehrzahl der Zuschauer verlässt enttäuscht das Stadion. Die Stimmung im Car ist dann auch eher gedrückt. Einzig ein Inter Fan singt davon, dass er von den Milan Anhänger gar nichts mehr höre. Ein Rossoneri Fan entgegnet heiser „Forza Milan“ und schläft weiter. Seine Stimmte deutet darauf hin, dass er auch während des Spiels gesungen hat. Vielleicht trank er auch fünf Borghetti, wer weiss…

Freitag, Dezember 23, 2011

Eine (fast) perfekte Saison.

"Der Lauf startet in Bregenz. Angenehme Temperaturen herrschen an diesem Samstag im März. Die schnellsten Läufer aus dem Vorarlberg sind am Start, aber auch Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz. 32 Kilometer, den Bregenzerwald hoch bis nach Lingenau, 795 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Schnell integriere ich mich in der Spitzengruppe. Vorbei an kleinen Dörfern, entlang an kaum befahrenen Strassen. Alle paar Kilometer muss ein Läufer der hohen Geschwindigkeit Tribut zollen und lässt sich zurückfallen. Das Feld der Führenden wird immer kleiner. Als wir nur noch zu Fünft sind, denke ich an einen Platz unter den ersten Drei. Bei Kilometer 28 ist es nur noch eine Vierergruppe und schon bald fällt ein weiterer Läufer zurück. Ich wage einen Angriff, instinktiv, mit Mut, mit guten Beinen. Ich erreiche einen Kilomter Schnitt von 3.30min. Niemand kann mir Folgen. Vor mir nur das Spitzenfahrzeug. Ich gewinne mein erstes Rennen. Meine Familie empfängt mich am Ziel. Ein wunderschöner, unvergesslicher Moment."

Hatte das Jahr 2010 mit dem traumhaften London Marathon und dem Podestplatz (M30) beim Arlberg-Montafon Marathon schon einige Höhepunkte parat, sollte das folgende Jahr für mich noch besser werden. Da ich sozusagen nie eine Laufpause einlege konnte ich meine gute Form nahtlos ins neue Jahr mitnehmen. Die stark besetzte Crosslauf Serie in Lustenau verschaffte mir im Winter eine Tempohärte. Die mehreren Top-Platzierungen beim Laufcup steigerten zudem mein Selbstvertrauen. Die ersten Lorbeeren durfte ich beim Halbmarathon in Oberriet ernten. Ich konnte eine neue persönliche Bestzeit von 1h 16min erzielen. Danach sollte der erste Saisonhöhepunkt folgen. Der Linz Marathon in Niederösterreich. Eine Zeit zwischen 2h 40min-2h 45min war mein Ziel. Lag ich bei Rennhälfte noch auf Kurs für diese Endmarke, reichte es schliesslich "nur" zur neuen persönlichen Bestzeit von 2h47min. Im letzen Teil des Rennens durchlief ich eine Krise. Der Gegenwind und schwere Beine machten mir zu schaffen (lag es am schnellen Halbmarathon zwei Wochen zuvor?). Trotz allem begeisterten mich, einmal mehr, die netten Helfer und Zuschauer in Österreich. Schliesslich geht es ja nicht nur um Tempobolzerei. Ein gutes Essen am Vorabend des Marathon, ein feines Getränk nach dem Lauf, nette Gespräche mit anderen Leuten, neue oder bereits bekannte Städte laufend erleben. All dies gehört für mich zu einer Marathon Reise dazu.


Nach dem Rennen in Linz stand ein wahrer Klassiker an, die 20km de Lausanne galt es zu absolvieren. Ein Laufperle mit einem fantastischen Publikum. Die 20 Kilometer mit den vielen Steigungen in der Lausanner Altstadt haben es durchaus in sich. Mit dem 29. Rang unter 2847 Teilnehmern und dem 14. Rang in meiner Altersklasse war ich bei diesem stark besetzten Teilnehmerfeld überaus zufrieden. Nun stand die Berglauf Saison an. Nach dem "Gehetze" im Frühling freute ich mich nun auf neue Herausforderungen.

Die einzelnen Etappen des Rheintal-Walgau Berglaufcup und die Kreuzegg Classic bildeten meine Vorbereitung auf den LGT Alpin Marathon in Liechtenstein. Da ich überall persönliche Bestzeiten aufstellen konnte ging ich mit einem guten Gefühl an den Start des Berg-Marathon im Ländle. Ich erreichte einen Top Ten Platz und erlebte meinen zweiten Traumlauf der Saison. Schon 14 Tage später wartete der nächste Höhepunkt. Ich durfte anlässlich des Muttersberglauf den dritten Gesamtrang beim Rheintal-Walgau Berglaufcup feiern. Eine Flasche Grappa als „Preisgeld“ und eine grosse innere Zufriedenheit waren der Lohn dafür. Zusammen mit den Schwiegereltern und meiner Familie verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag in einer Berghütte oberhalb von Bludenz. Das war auch so ein unvergesslicher Moment im Laufjahr 2011.

Beim Hundwilerhöhelauf kurz vor den Sommerferien lief ich mit schweren Beinen auf den dritten Gesamtrang und gewann die Hauptklasse auf der Strecke Herisau-Hundwilerhöhe. Müde Beine und ein müder Kopf waren nun aber froh, um die erste Wettkampfpause der Saison. Nach dem Urlaub am Gardasee, wo ich meine Trainingsrunden in einem herrlichen Naturpark drehte, hiess mein nächstes Ziel Davos. Nach dem letztjährigen 78 Kilometer Ultra-Lauf sollten es dieses Jahr die 21 Kilometer von Klosters nach Davos sein. Der Lauf glückte mir nicht wunschgemäss. Ein Hungergefühl plagte mich bis zu Rennhälfte. Ich hatte mich wohl am Vormittag nicht ideal verpflegt, auch nach bald 10 Jahren Wettkampferfahrung lernt man nicht aus. Trotzdem reichte es auch bei diesem Lauf für den 2.Rang in meiner Altersklasse.

Nun kam der Lauf, mit dem ich seit dem Überqueren der Ziellinie eine Rechnung offen habe. Der Berglauf Klassiker Sierre-Zinal hat es in sich. Die extrem steilen ersten Kilometer schocken einen erstmaligen Teilnehmer. Selbst das Höhenprofil auf der Homepage kann einen Bergläufer nicht auf diese Qualen vorbereiten. Das erste Mal seit Jahren fühlte ich mich im Ziel körperlich am Ende, dies war nicht mal nach dem Ultra Marathon in Davos der Fall. Sierre-Zinal ich komme wieder!

Der Rütilauf, Etappenort des Züri Laufcup, bildete im September den Start zu meiner Herbsaison. Heisse Temperaturen, selbst im Wald sorgten für grosses Schwitzen und ich lief eine gute Zeit. Der Brunnen im Ziel entlohnte die Teilnehmer für die Strapazen. Meine Kinder freuten sich über den Ballonwettbewerb des Hauptsponsor. Später litt ich während des schlechten Gastspiel des FC Gossau in Rapperswil mehr, als während des Hitze-Lauf.

Mitte September startete ich beim Greifenseelauf. Fast alle, die irgendetwas mit Laufen am Hut haben, finden sich in Uster ein, vom übergewichtigen Gelegenheits-Jogger bis zu Viktor Röthlin. Wieso ich das auch noch Jahr für Jahr mache, kann ich mir auch nicht erklären? Ein mühsames Geschupfe und Gedränge am Start, eine Strecke dir mir nicht wirklich gefällt. Dazu meistens warme Temperaturen aufgrund der Startzeit am Nachmittag. Da kam es nicht überraschend, dass ich auch dieses Jahr die Zeit unter 1h 20min um eine Minute verfehlte. Trotzdem wäre es keine Überraschung, wenn man mich auch 2012 wieder auf der Startliste finden würde.

Nach dem Greifenseelauf kamen Zweifel an der Form, die ich aber zwei Wochen später wiederlegen konnte. Beim Halbmarathon anlässlich des 3-Länder Marathon in Lindau lief ich meinen dritten Traumlauf der Saison. Mit einer Zeit von 1h 17min erreichte ich den dritten Rang in meiner Alterskategorie. Im Ziel hatte ich zudem das Gefühl nicht wirklich ausgelaugt zu sein. Danach ging es zum Fischen, wobei sich dort der Erfolg nicht einstellen sollte. Zum Leidwesen meiner Tochter.
Eine Woche vor meinem grossen Herbst-Highlight lief ich dann beim Laufcup im Speicher ebenfalls wieder als Dritter über die Ziellinie.

Frankfurt Marathon! Zweitgrösster Marathon Lauf in Deutschland, eines der Teilnehmer stärksten Rennen in ganz Europa. Sehr akribisch bereitete ich mich auf dieses Abenteuer vor. Leider nervte ich damit manchmal meine Frau. Doch ich wollte nichts unversucht lassen, um endlich die Zeit unter 2h 45min zu erreichen. Da kann es entscheidend sein, ob es nun beim Mittagessen Pizza, oder eben doch besser Spaghetti gibt :-).
Die Stadt am Main hat den perfekten Marathon geliefert, besser kann man wohl so einen Anlass nicht organisieren. Trotz schnellem Kurs reichte es aber wieder "nur" zur neuen persönlichen Bestzeit. Nochmals 40 Sekunden schneller als in Linz. Der Einbruch kam wie in Linz zwischen Kilometer 34 und 37. Hier vergab ich mein Zeitziel. Wenn es in dieser Saison eine wirkliche Enttäuschung gab, war es das Verpassen dieser Marke. Trotzdem konnte ich meine Marathonbestzeit gegenüber dem Vorjahr um 5 Minuten verbessern. Darauf trank ich zufrieden ein "Äppelwoi" und freute mich auf die Zugfahrt zurück in die Schweiz.

Sozusagen als Schlusspunkt des Jahres kam der Frauenfelder Halbmarathon und damit auch ("Ole, Ole") der vierte Traumlauf der Saison. Das Ziel erreichte ich nach 1h14min27 Sekunden, ganz klare neue persönliche Bestzeit und der 11.Rang unter 841 Teilnehmern.
Eine Woche später, lief ich gesundheitlich bereits leicht angeschlagen, auf den dritten Rang beim Laufcup in Henau. Mein Husten machte mir nach dem Lauf Sorgen, völlig zu Recht wie sich herausstellen sollte.

Der Weihnachtslauf, mein Heimrennen, fand dieses Jahr nämlich ohne mich statt. Das erste Mal seit drei Jahren litt ich an einer Grippe. Sportlich hatte ich für diesen Lauf keine grossen Ziele, da die Streckenlänge nicht meinen Stärken entgegenkommt. Trotzdem war es Schade, diesen Lauf das erste Mal seit 10 Jahren zu verpassen.

Eine schöne Überraschung hatte der Dezember trotz der gesundheitlichen Probleme doch noch parat. Ich wurde für die Wahl zum Gossauer Sportler des Jahres nominiert. Eine Nomination, die mich unheimlich freut. Mein Wohnort liegt mir sehr am Herzen. Ich engagiere mich politisch in Gossau, bin Anhänger des lokalen Fussballvereins und lebe nun schon 25 Jahre hier. Ich freue mich sehr über die engagierte "Wahlwerbung" von Freunden, Familie, Bekannten und dem Laufverein.

Allgemein bin ich dankbar für die wertvollen Tipps von routinierten Laufkollegen, die harten Intervall-Trainigseinheiten mit meinem deutschen Trainigspartner, das Interesse und die motivierenden Worte von Familie, Freunden und Bekannten.
Vor 10 Jahren begann ich mit dem Laufen. Anfänglich mit Fussballtrikot, alten Hallenschuhen und sackschwacher Kondition. Ich war stolz auf mich, wenn ich 20 Minuten durchlaufen konnte. Im Jahr 2011 kann ich mir ein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen.

"Niemand kann mir Folgen. Vor mir nur das Spitzenfahrzeug. Ich gewinne mein erstes Rennen. Meine Familie empfängt mich am Ziel. Ein wunderschöner, unvergesslicher Moment."

Montag, November 21, 2011

TSV Fortitudo Gossau : TSV St.Otmar St.Gallen 38:24

Handball
NLA
1200 Zuschauer

Selten bis eigentlich gar nie sehe ich in letzter Zeit begeisternde Auftritte einer Gossauer Sport-Mannschaft. Zugegeben beschränken sich meine Besuche auf den örtlichen Fussballverein, darum ist diese Tatsache nicht weiter verwunderlich. Am letzten Freitag traute ich daher kaum meinen Augen und Ohren.

"Man könne das Spiel auch draussen schauen" meint ein stolzes Vereinsmitglied beim Turnhallen Eingang. Vor der Buechenwald Sporthalle steht eine Grossleinwand. Das Schweizer Sport Fernsehen überträgt das Ostschweizer Handball Derby in die nationalen Wohnstuben. 1'200 Zuschauer bevorzugen trotzdem das Live Erlebnisse in der Heimspielstätte von Fortitudo Gossau. Sie sollten ihren Entscheid nicht bereuen.

An der Reinlichkeit der Halle hat sich seit meiner Schulzeit nicht viel verändert. Auf der Tribüne dürfen auch im Jahre 2011 keine Getränke und Lebensmittel verzehrt werden. Dies obwohl die Turnhalle mittlerweile sanierungsbedürftig ist. Ansonsten ist der veranstaltende Handballverein um das Wohl seiner Gäste äusserst bemüht. Moderate Bierpreise und eine freundlicher Service im "Forti-Beizli". Selbst das Stehen auf den Zwischengängen der Tribüne wird nach einigem Hin und Her erlaubt.

Die Buechenwaldhalle ist rappelvoll, Sitzplätze sind ein rares Gut und die Nervosität steht den treusten Handballfans ins Gesicht geschrieben. "Hopp Gossau, Hopp Gossau" hallt es durch die Heimspielstätte von Fortitudo. Beinahe ein Fürstenländer Hexenkessel der sich an diesem Abend bildet. Eine ähnliche Stimmung hab ich in dieser Stadt zuletzt beim NLB-Fussballderby gegen den FC St.Gallen erlebt.

Fortitudo bedeutet Tapferkeit und Stärke, beides zeigt die Heimmanschaft an diesem Tag auf vorbildliche Art und Weise. Gegen den stärker eingestuften Gegner aus der Kantonshauptstadt wächst jeder Spieler über sich hinaus. In den ersten 30 Minuten gelingt dem Aussenseiter beinahe jeder Abschluss. Wäre hier nicht ein brisantes Kantonsderby im Gang, man hätte beinahe Mitleid mit dem St.Otmar Goalie. Ein Kollege, der anderen Sportarten deutlich näher steht als dem Handball, meint über den Spielverlauf: "da isch jo wie Playoff oder wie heisst da scho wieder? Powerplay glaubs, oder?"

Beigeistert klatscht die anwesende Gossauer Bevölkerung in die Hände, als die Gastgeber das Spielfeld zur Pause verlassen. Es steht 21:14. Die "Otmärler" wirken leicht konsterniert. Der Spielverlauf entspricht nicht ihren Vorstellungen. Ein langjähriges Fortitudo Vereinsmitglied bleibt trotz des klaren Resultat skeptisch. "Mol luege öps äm Schluss langed." meint er und nimmt einen Schluck lokalen Gerstensaft gegen die Nervosität.

Daniel Stahl, heisst die Deutsche Eiche bei Fortitudo Gossau. Beim blossen Anblick des germanischen Hünen würden Nicht-Handballer auf dem Feld schon das weite Suchen. Der Legionär trifft sieben Mal bei diesem Duell der Kantonsrivalen. "Diä Mannschaft spielt dän nöd immer so!" meint ein Dauergast des Gossauer NLA Vereins mit einem Augenzwinkern. In der Tat dominiert Fortitudo auch die zweite Hälfte nach Belieben. Als Handball-Laie geht der faszinierte Blick Richtung Spielfeld. Man ist verwundert, dass dieser Verein in der Tabelle nicht deutlich höher klassiert ist.

Das Schlussresultat von 38:24 ist ein klares Verdikt. Der kleinen Stadt gelingt gegen den grossen Nachbaren der erste Sieg in der Nationalliga A. Die Welle geht durch die Halle, ein für Gossauer Verhältnisse fast schon ekstatischer Gefühlsausbruch. Das Publikum liess sich am heutigen Tag von der Mannschaft mitreissen und sorgte für eine tolle Stimmung.

Im "Forti-Beizli" spricht man von einem denkwürdigen Abend. Ein lokaler Journalist und profunder Kenner der Handballszene führt mit fröhlichen Siegern und fairen Verlierern ein Interview. Die Stimmung ist beinahe ausgelassen, ausser natürlich bei den Anhängern der Gäste. Die siegreiche Mannschaft erscheint. Die über neunzigjährige Liselie klatscht Beifall. Die agile Gossauerin freut sich über die grossartige Leistung des Teams.

Beinahe wehmütig verlasse ich den Ort des Geschehen. Endlich sah ich wieder einen tollen Gossauer Auftritt. Leidenschaft, Willen, Einsatz und Können. Der lokalen Fussballmannschaft hätte ein Anschauungsunterricht sicherlich nicht geschadet.

Gästeblog: FC Gossau : SC YF Juventus Zürich 3:5

Gästeblog von Günther:

Gossau führte 3:1 und versaute das ganze innerhalb von 5 Minuten. 200 Zuschauer schütteln den Kopf. Bei den treusten Matchbesuchern besteht die akute Gefahr einer chronischen "Halscheri".

Mittwoch, November 16, 2011

Holland:Schweiz 0:0

Länderspiel
Amsterdam Arena
50'000 Zuschauer

Memphis ist der Geburtsort des Rock n'Roll. In Athen erfand man die Demokratie und in Neapel die Pizza und was stammt aus Amsterdam? Vielleicht kam ja ein Holländer auf die Idee benebelnde Substanzen in Coffeeshops anzubieten? Möglicherweise hatte ein Bewohner dieser Stadt auch den höchst fragwürdigen Einfall halbnackte Frauen in Schaufenstern auszustellen?

Eins steht aber ausser Frage. Das nicht wirklich hübsch anzusehende Kind namens "Moderner Fussball" kam in dieser Stadt zur Welt. Bereits in den Achtziger Jahren enstanden in der holländischen Metropole Pläne für ein hochmodernes Super-Stadion. 1996 war es dann soweit. Die Amsterdam Arena wurde eröffnet inkl. dem ganzen Pi-Pa-Po der heutigen Stadiongeneration. Aufladbare Geldkarten, verschliessbares Stadiondach und Sitzplätze allüberall.

An einem milden Novembertag duellierten sich in eben diesem Fussballtempel zwei ganz unterschiedliche Mannschaften. Der orange Vize-Weltmeister und die rot-weissen Eidgenossen. Letzgenannte hatten soeben in der EM-Qualifikation gegen die Grossmacht Montenegro den Kürzeren zogen. Aufgrund der konstant ideenlosen Darbietungen der "Nati" waren es nicht viele Schweizer, die den Weg in die Niederlande fanden. Das Publikum in den Pub's des Red Light District deutete jedenfalls nicht auf ein nahendes Fussballspiel der Schweizer Elite-Elf hin. Keine Kuhglocken um den Hals, keine Kuh-Hüte auf dem Kopf, keine Plastik Kuh-Euter am Hinteteil der Gäste.

Diese Tatsache stimmte unsere Reisegruppe nicht gerade unglücklich. Den Vorabend verbrachten wir, mitten unter der einheimischen Bevölkerung, in der Karaoke Bar eines holländischen Schlagerkönigs. Ernest sang seinen Hit "Alles is anders" ziemlich spät das letzte Mal in dieser Nacht. Das touristische Rahmenprogramm des nächsten Vormittag wurde daher aus Zeitmangel fallen gelassen.

Der Anblick der hübschen holländischen Grachten, nicht zu Verwechseln mit holländischen Trachten, verzückte uns daher erst am Nachmittag. Danach machten die einen dieses, und die anderen jenes lokale Kulturprogramm. Natürlich begeisterte vorallem der niederländische Künstler Rembrandt die intellektuelle Truppe, mit seinen grandiosen Werken aus der Barock Epoche.

Der Weg zum Stadion suchten die einen per Taxi, die anderen mit dem Zug. Gefunden haben ihn alle. Ein enstpannter Abend folgte. Die Schweizer Nati beisst nicht, sie lässt sich aber auch nicht Streicheln. Ein 0:0 war daher die fast logische Folge. Einzig die Raucher unter den Gäste-Fans echauffierten sich das eine oder andere Mal. Die Ordner machten Jagd auf ihr "Lungen-Brötchen". Eine ziemliche abstruse Doppelmoral bedenkt man doch, dass in der näheren Umgebung weiche Drogen legal konsumiert würden dürfen.

Ernest sang an diesem Abend nicht. Daher liess man die Nacht bei Bier und Automaten-Pommes Frites (ja, das gibt es tatsächlich) ausklingen. "Alles is anders" in Amsterdam.