NLB
Gemeindesportplatz
550 Zuschauer
Leider ideenlos, und beängstigend harmlos!
Aufwachen!
Montag, September 29, 2008
Donnerstag, September 25, 2008
Wochen der Wahrheit und einige unverzichtbare Gedanken
Es ist der FC Seefeld, der FC Gossau reist im Cup also wieder mal nach Zürich. Das vermeintliche leichte Los, wird aber wahrscheinlich ein schwerer Gang werden. Immerhin scheiterte der FC Winterthur in der 1.Cup Hauptrunde gegen den 2.Liga Interregional Verein. Vlado Nogic zeigte sich im Radiointerview am Tag darauf, schon mal wenig begeistert von der Auslosung. Diese fand übrigens im Studio des Schweizer Fernsehen statt, auch Vorstandsmitglieder des FC Gossau waren anwesend. Ihre Reaktion habe ich allerdings nicht gesehen, aufgrund der Tatsache, dass ich nicht unbedingt einen "Rainer Maria Salzgeber Fanclub" aufmachen würde, habe ich die Auslosung im Teletext mitverfolgt.
Jetzt beginnen, also in vielerlei Hinsicht, die Wochen der Wahrheit. Der FC Gossau trifft am Sonntag auf den Abstiegskonkurrenten La Chaux de Fonds. Man ist geneigt von einem 6 Punkte Spiel zu sprechen. Nun ist das Kämpferherz und der Zusammenhalt in der Mannschaft gefragt, die eine sensationelle Saison, wie die Letzte erst ermöglichten.
Eine Woche später geht’s dann am Montag ins Berner Oberland, wird auch eine heikle Aufgabe werden, obwohl TV Spiele liegen den Füstenländer ja (FC Schaffhausen, Etemi, Tore, Fans, oberkörperfrei, Schweizer Fernsehgeschichte :-)).
Danch kommt für die Spieler die "Nati "Pause, gut vielleicht wird Marc Lütolf noch von Hitzfeld berufen, und es wird nichts aus seinem freien Wochenende.
Gedanken:
1)Bei meinem letzten Bericht, habe ich darüber geschrieben, dass der Schweizer Fussballverband nur eine kleine Anzahl Tickets für das Auswärtsspiel in Athen erhalten wird. Ein Kollege hat mich nun angerufen, und gemeint, der SFV komme bei meinem Blog zu gut weg. Seiner Meinung nach (und da muss ich ihm Recht geben), hätte der Fussballverband schon frühzeitig, offensiv über das "Ticket Problem" mit den Griechen informieren müssen. Gerade in den letzten Wochen, hätten nämlich viele Fans den Flug nach Athen gebucht.
Die Frage bleibt allerdings, wie viele Leuten den Flug nach dem respektablen 0:1 gegen den Fussballgiganten Luxemburg, gleich wieder storniert haben.
2) In der Schweizer Politik stehen ebenfalls die Wochen der Wahrheit bevor. Nachdem Ende letzter Woche, der "Black Monday" dem Herz des Finanzminsters nicht so gut bekommen ist, steht nun der Verteidigungsminister im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Gnadenlos wurde sein Rüstungsprogramm bachab geschickt. Dabei hat Bundesrat Samuel Schmid in seiner Rede noch versucht, an die elterlichen Gefühle der Nationalräte zu appelieren. "Ihre Söhne und Töchter profitieren von diesen Investitionen», sagte der Verteidigungsminister mit Blick auf die Beschaffung von 220 geschützten Mannschaftstransportwagen im Wert von 396 Millionen Franken.
Klar Sämmy, so wird es sein. Ich sehe mich schon in 10 Jahren, wie ich mit meiner Tochter über den längst stillgelegten "Waffenplatz Breitfeld" wandere, die ruhige Atmosphäre und die unberührte Natur geniesse, und wie dann meine Tochter sagt: "Danke Papi, dass ihr damals so super Nationalräte gewählt habt, wo würden die kleinen Vögel und Tiere sonst wohnen, wenn nicht diese Mannschaftstransportwagen hier vor sich hinrosten würden, und ihnen eine Bleibe böten."
Trotz der Ablehnung des Rüstungsprogramm ist allerdings zu befürchten, dass später doch noch die eine oder andere Militär Milliarde bewilligt wird. Sobald die SVP nämlich den ungeliebten Sämmy durch einen neuen Verteidigungsminister ersetzt hat.
Doch das Ende der Miliz Armee rückt näher, und auch in der langsamen Schweiz, wird man sich früher oder später von diesem Modell aus einer fernen, fernen sehr fernen Zeit trennen müssen, denn der Russe kommt nicht mehr über den Bodensee, garantiert nicht.
Dazu passend ein Text, über die heutige Rolle der Armee, den ich in einer Zeitschrift gefunden habe:
Tausende Soldaten wurden für den Einsatz an der Euro 08 aufgeboten, weil das VBS und die Armeespitze diesen Anlass nutzen wollten, um sich in der Öffentlichkeit als unverzichtbare Institution darzustellen. Tatsächlich waren dann ein paar Soldaten an der Euro 08 als Hilfskadetten im Einsatz. Der Rest verbrachte die Zeit mit Rumsitzen und Warten, oder eben mit dem, was im VBS Jargon "Teambildungsanlass" heisst: Jassen, Sport treiben oder Ausflüge machen.
3) Ja, er lebt noch und wie. Von vielen längst abgeschrieben, spielte Ex-Nati Goalie Pascal Zubebühler tatsächlich diese Woche im Liga Pokal sein erstes Pflichtspiel für seinen neuen Verein FC Fulham. Leider ging es ungut aus….und der FC Burnley schoss in der 88.Minute den 1:0 Siegtreffer. Dazu eine unverkennbar, Zubi-typsiche Aussage:
"Wir bei Fulham können ja nicht davon ausgehen, dass wir Meister werden. Darum scheisst es mich noch mehr an, dass wir rausgeflogen sind"
4) Und zu guter Letzt, noch ein Blick nach Deutschland. Dort äussern Fankurven, lautstark und mit Transparenten, Kritik und Missfallen an Dietmar Hopp, dem milliardenschweren Mäzen des TSG Hoffenheim. Jetzt ist ein Dortmunder Anhänger allerdings übers Ziel hinaus geschossen und hat Hopps Konterfei im Fadenkreuz mit der Aufschrift "Hasta la vista, Hopp" hochgehalten. Jetzt reagiert man beim DFB und will eine "Lex Hopp" einführen. Die Schmähungen gegen Hopp sollen zukünftig sportgerichtlich verfolgt werden können. Die Bandbreite ist allerdings unklar, werden nur primitive Schmähungen verfolgt, oder gleich mal jede Kritik gegenüber dem Milliardär.
Anfeindungen gegenüber dem Gegner und deren Fans gehören aber zum Fussball, so war es schon immer, und früher noch viel schlimmer. Vielleicht ist sich das der SAP Gründer einfach nicht gewöhnt, diese proletarische Fussballfanwelt, die jetzt auf ihn einbricht.
Früher wurden Spieler wie Lothar Matthäus oder Stefan Effenberg in jedem Auswärtsspiel aufs übelste angefeindet, in der Schweiz galt das gleiche für einen Andy Egli oder einen Kubi Türkiylmaz und heute noch für einen Carlos Varela. Doch gab es je eine "Lex Matthäus" oder eine "Lex Varela"???
Die Fankurven dürfen nicht durch irgendwelche Gesetze mundtot gemacht werden, auch wenn manchmal Leute, wie der Dortmunder Fan, mit ihren Angriffen in die falsche Richtung gehen.
Jetzt beginnen, also in vielerlei Hinsicht, die Wochen der Wahrheit. Der FC Gossau trifft am Sonntag auf den Abstiegskonkurrenten La Chaux de Fonds. Man ist geneigt von einem 6 Punkte Spiel zu sprechen. Nun ist das Kämpferherz und der Zusammenhalt in der Mannschaft gefragt, die eine sensationelle Saison, wie die Letzte erst ermöglichten.
Eine Woche später geht’s dann am Montag ins Berner Oberland, wird auch eine heikle Aufgabe werden, obwohl TV Spiele liegen den Füstenländer ja (FC Schaffhausen, Etemi, Tore, Fans, oberkörperfrei, Schweizer Fernsehgeschichte :-)).
Danch kommt für die Spieler die "Nati "Pause, gut vielleicht wird Marc Lütolf noch von Hitzfeld berufen, und es wird nichts aus seinem freien Wochenende.
Gedanken:
1)Bei meinem letzten Bericht, habe ich darüber geschrieben, dass der Schweizer Fussballverband nur eine kleine Anzahl Tickets für das Auswärtsspiel in Athen erhalten wird. Ein Kollege hat mich nun angerufen, und gemeint, der SFV komme bei meinem Blog zu gut weg. Seiner Meinung nach (und da muss ich ihm Recht geben), hätte der Fussballverband schon frühzeitig, offensiv über das "Ticket Problem" mit den Griechen informieren müssen. Gerade in den letzten Wochen, hätten nämlich viele Fans den Flug nach Athen gebucht.
Die Frage bleibt allerdings, wie viele Leuten den Flug nach dem respektablen 0:1 gegen den Fussballgiganten Luxemburg, gleich wieder storniert haben.
2) In der Schweizer Politik stehen ebenfalls die Wochen der Wahrheit bevor. Nachdem Ende letzter Woche, der "Black Monday" dem Herz des Finanzminsters nicht so gut bekommen ist, steht nun der Verteidigungsminister im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Gnadenlos wurde sein Rüstungsprogramm bachab geschickt. Dabei hat Bundesrat Samuel Schmid in seiner Rede noch versucht, an die elterlichen Gefühle der Nationalräte zu appelieren. "Ihre Söhne und Töchter profitieren von diesen Investitionen», sagte der Verteidigungsminister mit Blick auf die Beschaffung von 220 geschützten Mannschaftstransportwagen im Wert von 396 Millionen Franken.
Klar Sämmy, so wird es sein. Ich sehe mich schon in 10 Jahren, wie ich mit meiner Tochter über den längst stillgelegten "Waffenplatz Breitfeld" wandere, die ruhige Atmosphäre und die unberührte Natur geniesse, und wie dann meine Tochter sagt: "Danke Papi, dass ihr damals so super Nationalräte gewählt habt, wo würden die kleinen Vögel und Tiere sonst wohnen, wenn nicht diese Mannschaftstransportwagen hier vor sich hinrosten würden, und ihnen eine Bleibe böten."
Trotz der Ablehnung des Rüstungsprogramm ist allerdings zu befürchten, dass später doch noch die eine oder andere Militär Milliarde bewilligt wird. Sobald die SVP nämlich den ungeliebten Sämmy durch einen neuen Verteidigungsminister ersetzt hat.
Doch das Ende der Miliz Armee rückt näher, und auch in der langsamen Schweiz, wird man sich früher oder später von diesem Modell aus einer fernen, fernen sehr fernen Zeit trennen müssen, denn der Russe kommt nicht mehr über den Bodensee, garantiert nicht.
Dazu passend ein Text, über die heutige Rolle der Armee, den ich in einer Zeitschrift gefunden habe:
Tausende Soldaten wurden für den Einsatz an der Euro 08 aufgeboten, weil das VBS und die Armeespitze diesen Anlass nutzen wollten, um sich in der Öffentlichkeit als unverzichtbare Institution darzustellen. Tatsächlich waren dann ein paar Soldaten an der Euro 08 als Hilfskadetten im Einsatz. Der Rest verbrachte die Zeit mit Rumsitzen und Warten, oder eben mit dem, was im VBS Jargon "Teambildungsanlass" heisst: Jassen, Sport treiben oder Ausflüge machen.
3) Ja, er lebt noch und wie. Von vielen längst abgeschrieben, spielte Ex-Nati Goalie Pascal Zubebühler tatsächlich diese Woche im Liga Pokal sein erstes Pflichtspiel für seinen neuen Verein FC Fulham. Leider ging es ungut aus….und der FC Burnley schoss in der 88.Minute den 1:0 Siegtreffer. Dazu eine unverkennbar, Zubi-typsiche Aussage:
"Wir bei Fulham können ja nicht davon ausgehen, dass wir Meister werden. Darum scheisst es mich noch mehr an, dass wir rausgeflogen sind"
4) Und zu guter Letzt, noch ein Blick nach Deutschland. Dort äussern Fankurven, lautstark und mit Transparenten, Kritik und Missfallen an Dietmar Hopp, dem milliardenschweren Mäzen des TSG Hoffenheim. Jetzt ist ein Dortmunder Anhänger allerdings übers Ziel hinaus geschossen und hat Hopps Konterfei im Fadenkreuz mit der Aufschrift "Hasta la vista, Hopp" hochgehalten. Jetzt reagiert man beim DFB und will eine "Lex Hopp" einführen. Die Schmähungen gegen Hopp sollen zukünftig sportgerichtlich verfolgt werden können. Die Bandbreite ist allerdings unklar, werden nur primitive Schmähungen verfolgt, oder gleich mal jede Kritik gegenüber dem Milliardär.
Anfeindungen gegenüber dem Gegner und deren Fans gehören aber zum Fussball, so war es schon immer, und früher noch viel schlimmer. Vielleicht ist sich das der SAP Gründer einfach nicht gewöhnt, diese proletarische Fussballfanwelt, die jetzt auf ihn einbricht.
Früher wurden Spieler wie Lothar Matthäus oder Stefan Effenberg in jedem Auswärtsspiel aufs übelste angefeindet, in der Schweiz galt das gleiche für einen Andy Egli oder einen Kubi Türkiylmaz und heute noch für einen Carlos Varela. Doch gab es je eine "Lex Matthäus" oder eine "Lex Varela"???
Die Fankurven dürfen nicht durch irgendwelche Gesetze mundtot gemacht werden, auch wenn manchmal Leute, wie der Dortmunder Fan, mit ihren Angriffen in die falsche Richtung gehen.
Dienstag, September 23, 2008
„Weiße Rosen aus Athen-Sagen dir Auf Wiedersehn“
Der arme Schweizer Fussballverband, kann einem wirklich langsam Leid tun. Zuerst Pleiten, Pech und Pannen während und vor der EM. Danach mit "Messias" Hitzfeld die Jahrhundertpleite gegen einige Feierabendkicker eingefahren. Nun, die nächste Hiobsbotschaft und eine weitere negative Meldung die kommunziert werden muss, und tatsächlich dieses Mal kam man nicht mal etwas dafür.
Qualifikationsspiel für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 der europäischen Verbände Griechenland - Schweiz, Piräus, Stadion Karaiskaki, 15.10.2008
Trotz intensiven Bemühungen von SFV-Seite um Eintrittskarten stellt uns der Griechische Verband nur ein kleines Kontingent zur Verfügung. Da der SFV diverse Verpflichtungen erfüllen muss, können wir leider keine Bestellung berücksichtigen.
Wir bedauern dies sehr und zählen auf Ihr Verständnis
Sehr bitter, vorallem für Leute, die bereits den Flug gebucht haben. Das Stadion In Piräus fasst 33'000 Zuschauer, scheinbar hält es der griechische Fussballverband nicht für nötig, die "normale" Anzahl von 5% des Kartenkontingent an die Gäste abzugeben. Wahrscheinlich hat man in Athen Angst, dass die berüchtigten Schweizer Nati Fans, die Akropolis in Schutt und Asche legen. Jedenfalls schickt der Griechen Fussballverband nur 600 Bilette in die Schweiz, wobei nicht wenige an Reiseveranstalter gehen werden (siehe oben: diverse Verpflichtungen).
Nun ist guter Rat teuer, was machen?
1) Trotzdem hinfliegen, und vor Ort ein Ticket besorgen, was sicher irgendwie möglich sein wird. Preis schwer abzuschätzen.
2) Trotzdem hinfliegen, und sich ausgiebig dem Nationalgetränk Ouzo widmen. Zwischendurch bei einem herrlichen Souvlaki das Spiel in einer griechischen Kneipe anschauen. Vielleicht kommt noch Schlagersängerin Nana Mouskouri vorbei, und man gibt ein Schweizerisch-Griechisches Duett „Weisse Rosen von Athen“ zum Besten, wahlweise auch in der Version „Ohne Tickets nach Athen“ (Im fernen Land- Wo keiner auf dich wartet- Da seh'n die Sterne in der Nacht Ganz anders aus- Dort ist die Welt so fremd).
3) Trotzdem hinfliegen, und Trainergattin Beate Rehhagel vor dem Stadion den VIP Pass klauen. Leider könnte die Aktion allerdings ungut enden, trotz Steinzeit Fussball während der EM, geniesst Otto Rehhagel immer noch Heldenstatus in Griechenland.
4)Trotzdem hinfliegen, sich am Vorabend des Spiels mit Präsi Ralph Zloczower an der Hotelbar treffen, und in einer gemütlichen Pokerrunde um die Karten auf der Ehrentribüne zocken.
5) Als aktiver Freizeitfussballer, in nächster Zeit hart trainieren, und nach einem Hattrick bei einem 3.Liga Spiel,noch auf eine Berufung von Ottmar Hitzfeld hoffen.Ich meine so gross ist die Auswahl an torgefährlichen Stürmern ja nicht.
6)Trotzdem fliegen, allerdings nach Murcia, wo die U-21 gegen Spanien um den Einzug an die EM spielt. Unterstützung gegen die schier übermächtigen Südeuropäer, können die jungen Schweizer sicher gebrauchen.
7)Nicht fliegen, trotzdem arbeiten, auch irgendwie beschissen.
PS: Persönlich gehöre ich zu den „schampar“ Glücklichen, die eine Karte erhalten werden (hoffentlich). An alle anderen, ich halte weiterhin die Ohren offen, vielleicht ergibt sich ja noch irgendwo, irgendwas.
Qualifikationsspiel für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 der europäischen Verbände Griechenland - Schweiz, Piräus, Stadion Karaiskaki, 15.10.2008
Trotz intensiven Bemühungen von SFV-Seite um Eintrittskarten stellt uns der Griechische Verband nur ein kleines Kontingent zur Verfügung. Da der SFV diverse Verpflichtungen erfüllen muss, können wir leider keine Bestellung berücksichtigen.
Wir bedauern dies sehr und zählen auf Ihr Verständnis
Sehr bitter, vorallem für Leute, die bereits den Flug gebucht haben. Das Stadion In Piräus fasst 33'000 Zuschauer, scheinbar hält es der griechische Fussballverband nicht für nötig, die "normale" Anzahl von 5% des Kartenkontingent an die Gäste abzugeben. Wahrscheinlich hat man in Athen Angst, dass die berüchtigten Schweizer Nati Fans, die Akropolis in Schutt und Asche legen. Jedenfalls schickt der Griechen Fussballverband nur 600 Bilette in die Schweiz, wobei nicht wenige an Reiseveranstalter gehen werden (siehe oben: diverse Verpflichtungen).
Nun ist guter Rat teuer, was machen?
1) Trotzdem hinfliegen, und vor Ort ein Ticket besorgen, was sicher irgendwie möglich sein wird. Preis schwer abzuschätzen.
2) Trotzdem hinfliegen, und sich ausgiebig dem Nationalgetränk Ouzo widmen. Zwischendurch bei einem herrlichen Souvlaki das Spiel in einer griechischen Kneipe anschauen. Vielleicht kommt noch Schlagersängerin Nana Mouskouri vorbei, und man gibt ein Schweizerisch-Griechisches Duett „Weisse Rosen von Athen“ zum Besten, wahlweise auch in der Version „Ohne Tickets nach Athen“ (Im fernen Land- Wo keiner auf dich wartet- Da seh'n die Sterne in der Nacht Ganz anders aus- Dort ist die Welt so fremd).
3) Trotzdem hinfliegen, und Trainergattin Beate Rehhagel vor dem Stadion den VIP Pass klauen. Leider könnte die Aktion allerdings ungut enden, trotz Steinzeit Fussball während der EM, geniesst Otto Rehhagel immer noch Heldenstatus in Griechenland.
4)Trotzdem hinfliegen, sich am Vorabend des Spiels mit Präsi Ralph Zloczower an der Hotelbar treffen, und in einer gemütlichen Pokerrunde um die Karten auf der Ehrentribüne zocken.
5) Als aktiver Freizeitfussballer, in nächster Zeit hart trainieren, und nach einem Hattrick bei einem 3.Liga Spiel,noch auf eine Berufung von Ottmar Hitzfeld hoffen.Ich meine so gross ist die Auswahl an torgefährlichen Stürmern ja nicht.
6)Trotzdem fliegen, allerdings nach Murcia, wo die U-21 gegen Spanien um den Einzug an die EM spielt. Unterstützung gegen die schier übermächtigen Südeuropäer, können die jungen Schweizer sicher gebrauchen.
7)Nicht fliegen, trotzdem arbeiten, auch irgendwie beschissen.
PS: Persönlich gehöre ich zu den „schampar“ Glücklichen, die eine Karte erhalten werden (hoffentlich). An alle anderen, ich halte weiterhin die Ohren offen, vielleicht ergibt sich ja noch irgendwo, irgendwas.
Sonntag, September 21, 2008
FC Thalwil (2.Liga Interregional) : FC Gossau 1:3

Cup 1. HauptrundeSportplatz Etzliberg
400 Zuschauer
(Korrektur: @Leser dieses Blogs von Montag Morgen. es steht fest, dass der Linienrichter das vermeintliche 2:2 definitiv nicht im Tor sah und das auch so anzeigte, im allgemeinen Tohuwabohu ging das ein wenig unter)
Samstag 14.45 Start Halbmarathon Greifenseelauf, Samstag 16.00 Anpfiff 1.Cup Hauptrunde FC Thalwil : FC Gossau. Der grösste Volkslauf der Schweiz in Uster, bringt mich Jahr für Jahr in einen Interessenskonflikt. Findet der Halbmarathon doch meistens am Wochenende der 1.Cup Hauptrunde statt. Diese Tatsache verleitete mich schon einige Male zu merkwürdigen Harakiri Aktionen, und fordert bereits im Vorfeld eine minituiöse Planung.
Eine solche Herausforderung, im doppelten Sinne, wie dieses Mal stand mir allerdings noch nie bevor. War bei mir die Erleichterung nach dem Los für die 1.Cup Hauptrunde anfangs noch gross, Thalwil war von der Distanz her fast das die beste Möglichkeit, wich die Freude bald der Entäusschung darüber, dass die Partie bereits um 16.00 stattfinden würde. Dazu stellte ich auch ziemlich schnell fest, dass die Zürcher Vorortsgemeinde zwar luftlinienmässig nicht sehr weit entfernt von Uster liegt, doch leider liegen noch 2 Seen dazwischen (Greifensee, Zürisee). So befasste ich mich schon seit Wochen damit, wie ich schnellst möglich nach dem Zieleinlauf in Uster, nach Thalwil kommen könnte, um wenigstens die 2.Halbzeit mitverfolgen zu können. Das Auto wäre theoretisch die schnellste Variante gewesen, doch die Parkplätze in Uster befinden sich zu weit vom Zielgelände weg. So blieben mir die, sowieso symphatischeren, öffentlichen Verkehrsmittel.
In Erwägung zog ich zuerst die Möglichkeit mit dem Schiff via Horgen nach Meilen zu fahren, und von da ein Taxi nach Thalwil zu nehmen. Im Idealfall hätte das wohl die kürzeste Reisezeit zur Folge gehabt. Jedoch war diese Variante, von zu vielen Störfaktoren beeinflusst (fährt dann genau eine Fähre, oder muss ich 10 Minuten auf die Nächste warten? Wieviel Zeit verliere beim Umsteigen?). Schlussendlich musste ich die romantische Vorstellung, von der Rennen/Zug /Schiff /Taxi Auswärtsfahrt leider verwerfen, und entschied mich für die konservative Variante, mit dem Zug via Zürich HB nach Thalwil zu gelangen.
Der Druck vor dem Lauf war ziemlich gross, es gab nur die Möglichkeit den 16.21 Zug ab Uster zu erwischen, um einigermassen rechtzeitig auf die 2.Halbzeit in Thalwil anzukommen. Es musste alles Ideal laufen, eine Zeit um die 1h 25min für die 21,1 Km sollte es schon sein, zudem müsste ich im Ziel möglichst schnell meinen Zeit-Chip abgeben können, und danach gleich Richtung Bahnhof Uster weiterrennen. Die schnellste Route vom Zielgelände des Halbmarathon bis zum Bahnhof hatte ich mir im Vorfeld schon eingeprägt, das Zugbillet hatte ich auch schon gelöst, und die Kleider nahm einer der Kollegen mit, die sich "normal" nach Thalwil aufmachten. Leider war bei diesem ganzen Stress an Duschen nicht zu denken, aber gewisse Opfer muss man wohl bringen.
Der Lauf entwickelte sich gut für mich, zwar war es wärmer als gedacht, doch ausser einer kleinen Krise zwischen Kilometer 12 und 14 verlief die Unternehmung "Greifenseelauf - Cup 1.Hauptrunde" planmässig. Tatsächlich erreichte ich die Ziellinie in Uster knapp unter 1 Stunde 25 Minuten. Doch ich war noch nicht wirklich am Ziel angelangt, und es gab merkwürdige Blicke von anderen Läufern, als ich selben Tempo weiterrannte Richtung Zeitchip-Abgabe, um danach im Sprint zum Bahnhof Uster zu eilen. Puuh geschafft, kaum war ich am Bahnhof fuhr der Zug Richtung Zürich Hauptbahnhof auch schon ab. Jetzt konnte ich mich endlich ausruhen, und u.a die Schuhbändel wieder schnürren, die ich wegen der Chip Abgabe, aus Zeitgründen offen lassen musste. In Zürich ging das Gerenne gleich weiter, eine ältere Dame zeigte mir den schnellsten Weg zur S-Bahn Richtung Thalwil. Die rüstige Rentnerin wird gedacht haben, dass ich immer noch mitten in einem Wettkampf stecke, da ich die Startnummer immer noch an hatte und halt auch sehr gehetzt wirkte. In Thalwil angkommen, rannte ich gleich weiter zum Taxistand, wo ich noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten musste, da der Taxifahrer nicht grosse Lust verspürte, den kurzen und wenig lukrativen Weg zum Sportplatz Etzliberg zu fahren. Doch nach einigen kurzen Sätzen und der Beschreibung der Situation, war ihm mein Unternehmen scheinbar symphatisch, und er war nun selber interessiert mich möglichst schnell zum Fussballplatz des FC Thalwil zu bringen. Leider lud er mich allerding beim falschen Platz ab, denn das Cup Spiel fand nicht auf dem Hauptplatz statt, sondern ca. 600 Meter weiter weg. Also schon wieder Joggen, wer den Film "Lola rennt" kennt, dass war ein Kindergeburtstag im Gegensatz zu meiner Rennerei am heutigen Tag.
Endlich, Endlich, war ich dann etwa in der 50 Minute am Ziel meiner Träume angelangt. Vertraute Gesichter, gediegene Dorf Cup Atmosphäre, und Gossau führte zu meiner Freude 1:0. Noch schnell die Kleider gewechselt, ein Bier geholt, und schon schwenkte ich voller Enthuisiasmus unsere neue grosse blau/weisse Fahne. Kaum angekommen, fiel auch das 2:0, und eine Art Vorentscheidung schien Gefallen zu sein. Gut für meine Nerven, die an diesem Tag schon genug belastet wurden. So konnte man diese spezielle Cup Stimmung auf dem Dorf geniessen, die seit dem Rückzug des grossen Sponsors, auch wieder ihre Unschuld zurück gewonnen hat. Die Sportplätze werden nicht mehr mit den einheitlichen Sponsoren Plakaten über-tapeziert, und es laufen auch keine Fotografen des Telefonnetz-Anbieters rum, die Eindrücke von euphorischen Zuschauern ablichten wollen.
Nachdem die wacker kämpfenden Zürcher leider den Anschlusstreffer schafften, zeigte sich dann doch noch, dass andere nicht ganz so unschuldige Gesicht des Schweizer Cup auf dem Dorf. Die 14-15 Jährigen Thalwiler Dorfjugenlichen, die stolz die "Thalwiler Westkurve" bildeten, schrien mit ihren gänzlich vom Stimmbruch befreiten Stimmen, wüst auf die Gossauer Spieler ein, die sich zum Eckball aufmachten. Nachdem Darko Damjanovic auch noch einen Ball auf der Linie abwehrte, den das Heimpublikum im Gegensatz zum Linienrichter im Tor sah, waren dann einige nicht mehr zu halten. Ein Typ mit Indianer Jacke, der in dieser Kleidung aussah wie der uneheliche Sohn von Old Shatterhand, schritt einfach mal kurz entschlossen während des Spiels über den Rasen, um den Linienrichter zur Rede zu stellen. Der Stadion-Speaker rief uns in der Folge dann noch vergangene Erlebnisse aus Istanbul oder Tel Aviv in Erinnerung, als er per Mikrofon seine Mannschaft anfeuerte. Der eingewechselte Fabio Klingler machte wenig später den Cup Träumen der Zürcher allerdings endgültig den Garaus, indem er das 3:1 erzielte. Danach mussten wir uns noch von den einen oder anderen entäuschten Zuschauern beschimpfen lassen, auch dem Linienrichter erging es nicht besser als uns. Ihm wurde von einer hochgestylten, jungen Thalwilerin noch auf dem Platz die Leviten gelesen. Er reagierte verduzt, aber so ist er halt der Cup auf dem Dorf.
Wir verabschiedeten noch die Spieler, die einfach nur froh waren, die 1.Hauptrunde schadlos überstanden zu haben, und machten uns dann auf den Nachhauseweg. Gemütlich, nicht rennend, nicht joggend, nicht hastig, nicht hetzend. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, und hoffentlich geht dann endlich mein Traum in Erfüllung. FC Uster:FC Gossau, Cup 1 Runde, ganz ohne Stress.
Vom Lauf zum Spiel:
2004:
Greifenseelauf + FC Zug 94 : FC Luzern 0:2 (Cup 1.Hauptrunde)
-Stressfaktor +++
ziemlich stressige Angelegenheit, inkl. Sprint vom Parkplatz zum Stadion.
Entlohnt wurde ich mit einem mässigen Spiel, und einer schönen Pyroaktion auf Luzerner Seite.
2005
Kerzerslauf + FC Wettingen : FC Offtringen 2:2 (2.Liga Regional)
-Stressfaktor ++
schnell Duschen, und ab auf den Zug um endlich einmal das altehrwürdige Stadion Altenburg zu hoppen. Sprint vom Stadion zum Bahnhof Wettingen nach dem Spiel, um den Zug zu erwischen.
Entlohnt wurde ich mit einem herrlichen Stadion, Maradona Poster in der Vereinsgaststätte (Uefa Cup FC Wettingen : SSC Napoli), und Wettingen Fans die mit Transparenten von einer Rückkehr in den UEFA Cup träumten.
Greifenseelauf + FC Sursee : FC Baden 1:3 (Cup 1.Hauptrunde)
-Stressfaktor +++
wiederum kam ich dank einem Sprint vom Parkplatz zum Stadion, noch rechtzeitig zum Anpfiff ans Spiel. Entlohnt wurde ich mit einem spannendem Spiel, dass erst in der Verlängerung entschieden wurde
2006
Kerzerslauf + ES FC Malley : FC Bex 3:0 (1.Liga)
-Stressfaktor +
-Das Stadion von Malley liegt direkt bei der Lausanner Pontaise, daher ist es einfach zu finden. Ich schaffte es pünktlich, neben mir verfolgte der Sohn des Malley Trainers die Partie. Stephan Chapuisat war begeistert über das, von seinem Vater trainierte, Heimteam.
Entlohnt wurde ich mit einer schönen alten Holztribüne, und frühlingshaften Temperaturen.
Emmentaler Halbmarathon + FC Wangen bei Olten : Concordia Basel 1:0 (1.Cup Hauptrunde)
-Stressfaktor ++
-Da ich als einer der ersten im Ziel war, musste ich mich lange Gedulden, bis uns endlich ein Bus von den Emmentaler Bergen zum Bahnhof Langnau brachte. Danach sah ich die Niederlage von Murat Yakin's Mannschaft gegen den Erstligisten, und Cupspezialisten Wangen bei Olten.
2007
GP Bern + FC Breitenrain : FC Cortaillod 3:1 ( 2.Liga )
-Stressfaktor +++
-Duschen lag leider nicht drin. Dafür joggend zum nahe Fussballplatz des FC Breitenrain. Entlohnt wurde ich durch Komplimente des Kassiers "Sit ihr am GP gsi ou jetz scho da?" und wiederum durch eine schöne alte Holztribüne.
Greifenseelauf + SR Delemont : FC Gossau 0:0 (NLB)
-Stressfaktor ++
-Duschen lag noch drin, danach auf den Zug Richtung Delemont, um zu Dritt in der Gästekurve zu stehen.
Entlohnt wurde ich durch eine kämpfende Gossauer Mannschaft, und die Magenprobleme eines Kollegen bei der Nachhausefahrt im Mannschaftscar.
2008
Greifenseelauf + FC Thalwil : FC Gossau 1:3 (Cup 1.Hauptrunde)
Stressfaktor ++++
Vom Spiel zum Lauf
Zugegeben nicht ganz so stressig, aber die ideale Vorbereitung auf einen Marathon.
2005
FC Stades Nyonnais : Etoile Carouge 1:3 (1.Liga) + Geneve Marathon
-ich reiste einen Tag vor dem Marathon in die Westschweiz, um dieses Derby mitzuverfolgen.
Die Leidtragende war meine Frau, die am Tag arbeiten musste, und erst am Abend alleine nachreiste.
2006
Hertha BSC Berlin Amateure : Rot Weiss Ahlen (Regionalliga Nord 0:3 + Berlin Marathon
-Einen Tag vor dem Lauf, statt Grossstadt Shopping war dieser Regionalliga Hit vor 334 Zuschauern angesagt. Leidtragende war wiederum meine Frau.

Donnerstag, September 18, 2008
Aus 19'694 mach 3'000
Grundsätzlich, bin ich ja der nostalgische, ewig gestrige Fussballfan.Ich schaue lieber ein Fussballspiel in einem baufälligen Stadion, dass nach Fussball schmeckt, als in einem dieser neumodischen, nach Plastik riechenden, Multifunktionsarenen.
Also anders gesagt, solches Arena Card "Gschmeus" wie beim FC St.Gallen oder beim FC Bayern, und überhaupt diese neuen, "alles sieht gleich aus" Fussball/Einkaufszentren, die überall auf der Welt entstehen, sind überhaupt nicht mein Fall.
Letztens hab ich mich wieder mal aufgeregt. Beim UEFA Cup Spiel von GC gegen Poznan im neuen Stadion im St.Galler Westen, plagte mich ein unbändiger Durst, da ich aber blöderweise nur 5 Franken dabei hatte, konnte ich mir keine dieser tollen Karten kaufen, weil der Betrag zu klein war. Mein Kollege verzichtete aus ideologischen Gründen ebenfalls auf den Erwerb eines solchen Konsumkärtchen, so blieb mir nichts anderes übrig, als mich vom Wasserhahn bei der Stadion Toilette zu bedienen, das kalte Nass war sogar gratis. Ein Hoch auf das Leitungswasser Paradies Schweiz, dass mich vor dem Verdursten rettete.
Trotz aller Animositäten gegen die Kommerztempel der heutigen Zeit, hätte ich es doch sehr befürwortet, wenn die Partie FC Gossau:FC St.Gallen im neuen St.Galler Stadion stattfinden würde. Dafür gibt es mehrere Gründe. Durch die sehr geringe Stadionkapazität von nur 3'000 Zuschauern, werden viele Fans gar nicht die Möglichkeit haben dem Spiel beizuwohnen. Hunderte werden ohne Ticket vor dem Sportplatz stehen. So etwas hat es wohl in der Geschichte der NLB noch kaum gegeben, in der Historie des FC Gossau sowieso nicht. Klar, die Leute die immer zu den Spielen fahren, oder auch über irgendwelche Kontakte verfügen, werden schlussendlich am 2.November das Spiel vor Ort mitverfolgen können. Leer ausbleiben werden diejenigen Anhänger, die nicht die Zeit finden an einem Bankschalter für die Karten anzustehen, und auch jene die nicht gerade verwandtschaftlich oder bekanntschaftlich verbunden sind, mit irgendjemand Wichtigem vom FC Gossau oder dem FC St.Gallen
Viele sprechen jetzt schon von einem Sicherheitsrisiko bei diesem Spiel, wie halt in der heutigen Zeit, immer zuerst einmal von einem Sicherheitsrisiko gesprochen wird, wenn sich mehrere Leute zu einem bestimmten Anlass treffen. Ich denke aber nicht, dass gross was passieren wird. Die Leute die keine Karte ergattern, können sich ja schon früh damit abfinden und werden, wenn überhaupt, ihr Team von ausserhalb anfeuern. Aggresionen könnten bei einigen Leuten wohl nur freigesetzt werden, wenn die Polizei mit einem unverhältnismässigen Aufgebot Präsenz markieren würde. Dazu gibt es nämlich keinen wirklichen Anlass.
Nüchtern betrachtet wird das Publikum sowieso aus 80-85% St.Gallen Fans bestehen. Dazu kommen wohl noch ca. 5% Ostschweizer, denen es egal ist wer gewinnt, Hauptsache nicht die Zürcher oder die Basler, und dann noch die ca. 10% Gossau Fans. Also Massenschlägereien dürfen kaum erwartet werden, Fanschlachten rund um den Bahnhof Gossau werden garantiert ausbleiben.
Für unser kleines FC G Fangrüppchen wird es trotzdem ein hartes Spiel werden. Akustisch werden wir in etwa so unterlegen sein, wie eine Xylophon einer Elektrikschen-Gitarre, wobei das nicht verwunderlich ist, bei unserer krassen zahlenmässigen Unterlegenheit. Auch optisch wird es wohl ein schwieriges Unterfangen werden, irgendwie unsere Mannschaft zu unterstützen. In St.Gallen hätten wir wenigstens einen eigenen Sektor gehabt. In Gossau ist zu befürchten, dass ziemlich viele Grün-Weisse bei uns Stehen, und diese werden über die Blau-Weissen Fahnen vor ihren Gesichtern kaum erfreut sein. Ziemlich frustrierende Angelegenheit also, und dies alles nur, weil die Swiss Football League will, dass jedes der 18 NLB Teams, 17 Heim und 17 Auswärtsspiele austrägt. Natürlich ist das irgendwo, aus sportlicher Sicht nachvollziehbar, trotzdem hätte man hier eine Ausnahme machen müssen. Fussball spielt man ja in erster Linie immer noch für die normalen Leute, auch wenn heutzutage überall nur von Sponsoren und reichen russischen und arabischen Geldgebern berichtet wird. Es sollte deshalb möglichst vielen Fans ermöglicht werden, einem Fussballspiel wie z.b diesem Derby beizuwohnen. Deshalb ist es ein völliger Witz, wenn am 2.November fünf Kilometer entfernt vom total überfüllten Gemeindesportplatz, ein leeres Stadion in St.Gallen steht (Kapazität 19'694). Was wäre denn gewesen, wenn die SFL Anfang Saison dem Gossauer Stadion tatsächlich die NLB Tauglichkeit abgesprochen hätte, dann würden die FC G Heimspiele seit Anfang Saison wohl im neuen St.Galler Stadion stattfinden. Somit hätte der FC SG dann doch irgendwie 18 Heimspiele gehabt, und nur 16 Auswärtsspiele.
Die Swiss Football League will mit der Massnahme eine Wettbewerbsverzerrung verhindern, warum aber der FC Gossau sein Cup Heimspiel vom letzten Jahr gegen den FC St.Gallen im Espenmoos austragen durfte, bleibt unklar. Ich meine, die anderen Mannschaften wie Basel, Zürich oder YB hätten ja befürchten müssen, dass so dem FC St.Gallen der Weg zu einem möglichen Cupsieg geebnet wird. Das Ergebnis von jenem Spiel zeigt aber, dass der Heimvorteil nicht immer ein wirklicher Vorteil ist.
Die ganze Angelegenheit mit dem Stadion lässt sich nun wohl nicht mehr änderen. Man wird am 2.November sehen wie die ganze Sache auf dem Feld ausgeht. Eins jedenfalls steht fest, Darko Damjanovic hat noch nie gegen den FC St.Gallen verloren, ob nun Heimspiel oder Auswärtsspiel.
Also anders gesagt, solches Arena Card "Gschmeus" wie beim FC St.Gallen oder beim FC Bayern, und überhaupt diese neuen, "alles sieht gleich aus" Fussball/Einkaufszentren, die überall auf der Welt entstehen, sind überhaupt nicht mein Fall.
Letztens hab ich mich wieder mal aufgeregt. Beim UEFA Cup Spiel von GC gegen Poznan im neuen Stadion im St.Galler Westen, plagte mich ein unbändiger Durst, da ich aber blöderweise nur 5 Franken dabei hatte, konnte ich mir keine dieser tollen Karten kaufen, weil der Betrag zu klein war. Mein Kollege verzichtete aus ideologischen Gründen ebenfalls auf den Erwerb eines solchen Konsumkärtchen, so blieb mir nichts anderes übrig, als mich vom Wasserhahn bei der Stadion Toilette zu bedienen, das kalte Nass war sogar gratis. Ein Hoch auf das Leitungswasser Paradies Schweiz, dass mich vor dem Verdursten rettete.
Trotz aller Animositäten gegen die Kommerztempel der heutigen Zeit, hätte ich es doch sehr befürwortet, wenn die Partie FC Gossau:FC St.Gallen im neuen St.Galler Stadion stattfinden würde. Dafür gibt es mehrere Gründe. Durch die sehr geringe Stadionkapazität von nur 3'000 Zuschauern, werden viele Fans gar nicht die Möglichkeit haben dem Spiel beizuwohnen. Hunderte werden ohne Ticket vor dem Sportplatz stehen. So etwas hat es wohl in der Geschichte der NLB noch kaum gegeben, in der Historie des FC Gossau sowieso nicht. Klar, die Leute die immer zu den Spielen fahren, oder auch über irgendwelche Kontakte verfügen, werden schlussendlich am 2.November das Spiel vor Ort mitverfolgen können. Leer ausbleiben werden diejenigen Anhänger, die nicht die Zeit finden an einem Bankschalter für die Karten anzustehen, und auch jene die nicht gerade verwandtschaftlich oder bekanntschaftlich verbunden sind, mit irgendjemand Wichtigem vom FC Gossau oder dem FC St.Gallen
Viele sprechen jetzt schon von einem Sicherheitsrisiko bei diesem Spiel, wie halt in der heutigen Zeit, immer zuerst einmal von einem Sicherheitsrisiko gesprochen wird, wenn sich mehrere Leute zu einem bestimmten Anlass treffen. Ich denke aber nicht, dass gross was passieren wird. Die Leute die keine Karte ergattern, können sich ja schon früh damit abfinden und werden, wenn überhaupt, ihr Team von ausserhalb anfeuern. Aggresionen könnten bei einigen Leuten wohl nur freigesetzt werden, wenn die Polizei mit einem unverhältnismässigen Aufgebot Präsenz markieren würde. Dazu gibt es nämlich keinen wirklichen Anlass.
Nüchtern betrachtet wird das Publikum sowieso aus 80-85% St.Gallen Fans bestehen. Dazu kommen wohl noch ca. 5% Ostschweizer, denen es egal ist wer gewinnt, Hauptsache nicht die Zürcher oder die Basler, und dann noch die ca. 10% Gossau Fans. Also Massenschlägereien dürfen kaum erwartet werden, Fanschlachten rund um den Bahnhof Gossau werden garantiert ausbleiben.
Für unser kleines FC G Fangrüppchen wird es trotzdem ein hartes Spiel werden. Akustisch werden wir in etwa so unterlegen sein, wie eine Xylophon einer Elektrikschen-Gitarre, wobei das nicht verwunderlich ist, bei unserer krassen zahlenmässigen Unterlegenheit. Auch optisch wird es wohl ein schwieriges Unterfangen werden, irgendwie unsere Mannschaft zu unterstützen. In St.Gallen hätten wir wenigstens einen eigenen Sektor gehabt. In Gossau ist zu befürchten, dass ziemlich viele Grün-Weisse bei uns Stehen, und diese werden über die Blau-Weissen Fahnen vor ihren Gesichtern kaum erfreut sein. Ziemlich frustrierende Angelegenheit also, und dies alles nur, weil die Swiss Football League will, dass jedes der 18 NLB Teams, 17 Heim und 17 Auswärtsspiele austrägt. Natürlich ist das irgendwo, aus sportlicher Sicht nachvollziehbar, trotzdem hätte man hier eine Ausnahme machen müssen. Fussball spielt man ja in erster Linie immer noch für die normalen Leute, auch wenn heutzutage überall nur von Sponsoren und reichen russischen und arabischen Geldgebern berichtet wird. Es sollte deshalb möglichst vielen Fans ermöglicht werden, einem Fussballspiel wie z.b diesem Derby beizuwohnen. Deshalb ist es ein völliger Witz, wenn am 2.November fünf Kilometer entfernt vom total überfüllten Gemeindesportplatz, ein leeres Stadion in St.Gallen steht (Kapazität 19'694). Was wäre denn gewesen, wenn die SFL Anfang Saison dem Gossauer Stadion tatsächlich die NLB Tauglichkeit abgesprochen hätte, dann würden die FC G Heimspiele seit Anfang Saison wohl im neuen St.Galler Stadion stattfinden. Somit hätte der FC SG dann doch irgendwie 18 Heimspiele gehabt, und nur 16 Auswärtsspiele.
Die Swiss Football League will mit der Massnahme eine Wettbewerbsverzerrung verhindern, warum aber der FC Gossau sein Cup Heimspiel vom letzten Jahr gegen den FC St.Gallen im Espenmoos austragen durfte, bleibt unklar. Ich meine, die anderen Mannschaften wie Basel, Zürich oder YB hätten ja befürchten müssen, dass so dem FC St.Gallen der Weg zu einem möglichen Cupsieg geebnet wird. Das Ergebnis von jenem Spiel zeigt aber, dass der Heimvorteil nicht immer ein wirklicher Vorteil ist.
Die ganze Angelegenheit mit dem Stadion lässt sich nun wohl nicht mehr änderen. Man wird am 2.November sehen wie die ganze Sache auf dem Feld ausgeht. Eins jedenfalls steht fest, Darko Damjanovic hat noch nie gegen den FC St.Gallen verloren, ob nun Heimspiel oder Auswärtsspiel.
Montag, September 15, 2008
Botschafter der Leidenschaft

Was den Boulevard-Zeitschriften "Bunte", "Glückspost" und "Schweizer Illustrierten" nicht gelang, wird euch von gossau-gedanke.ch, exklusiv präsentiert.
Die Gossauer, Luzerner und Berner Cervelat-Prominenz, trifft deutschen Gourmetkönig!
(und wer zum Teufel, ist der Mann im Hintergund, der frech in die Kamera grinst?)
Sonntag, September 14, 2008
FC Gossau : Concordia Basel 0:1
Eine Premiere, Gästeblog von Fabio.
Profunder Fussballkenner, der Taktikspezialist in unseren Kreisen.
Er schreibt hier über das Spiel, über Träume eines Gossauer Innenverteidiger, und über haarsträubende Entscheidungen des Schweizer Fussballverband.
FC Gossau – Concordia Basel 0:1
750 ziemlich gut gezählte Zuschauer (egal, immerhin mehr als der FC Wil)
Den ganzen Tag hindurch regnete es immer wieder ein bisschen. Und obwohl es das erste Heimspiel des FC G war, wo man auch den Regenschirm ins Stadioninnere mitbringen durfte (war zuvor verboten), konnte man nicht wirklich viele Zuschauer erwarten. Auch der heutige Gast Concordia Basel, brachte nicht viele Zuschauer, dafür Rainer Bieli, den man nach dem Spiel noch weniger mochte, als zuvor.
Ausserdem wurde kurz vor dem Match noch bekannt, dass der "liebe" Fussballverband den Antrag vom FC G abgelehnt hat, welcher ihr Heimspiel gegen den FC St. Gallen in deren Heimstätte verlegen wollte. Schade, in Gossau werden gerade Mal 3'000 Zuschauer Platz finden und so wird der eine oder andere SG-Fan auf unserer Seite stehen und der eine oder andere muss sogar draussen bleiben.
Gossau startete im heutigen Spiel ein wenig offensiver an als noch gegen Nyon. Misura kam rein und spielte ein bisschen hinter dem letztmals treffsicheren Boumelaha. Letztgenanntem wollte heute nicht viel gelingen. Öfters verstolperte er den Ball, doch mit seiner Schnelligkeit und Technik, fühlten sich die Verteidiger von Concordia mehrmals so, als sässen sie im Gardaland auf einer Achterbahn. Olivier Boumelaha wird uns bestimmt noch einige Male glücklich machen. Ich schreibe extra Olivier, denn letzte Woche wurde auch noch sein Bruder zum FC Gossau geholt. Virgile kam von Delemont, wo er die letzten beiden Saisons unter Vertrag stand. Dieser Virgile spielte heute jedoch noch nicht. Bei Concordia war Rainer Bieli der Aktivposten. Zwar hat er gewisse Möglichkeiten kläglich vergeben, jedoch trotzdem gezeigt, dass er für seine Mitspieler und sein Team sehr wichtig sein kann. Er kann heute noch den Ball behaupten, Bälle ablegen und in der 84. Minute, als Mario Bigoni an der Seitenlinie bereit stand zum Einwechseln, zeigte er leider auch, dass er ein Spiel entscheiden kann. Somit musste Bigoni wieder Platz nehmen und Luca Dimita kam für ihn ins Spiel. Dies sagt mir, dass Vlado Nogic das 0-0 halten möchte, was mir gar nicht gefiel. Es kam hinzu, dass ein Fernandez den Vorzug bekommt vor Bigoni, welcher momentan ganz gut drauf ist. Und wenn ich schon beim Kritisieren bin, ein Alija könnte vielleicht einmal eine Pause gebrauchen und bitte, bitte in Zukunft Misura nicht als hängende Spitze laufen lassen, er macht so meines Erachtens Knöpfels Spiel kaputt. Jedoch finde ich zu einzelnen Spielern auch gute Worte. Zancanaro hatte Bieli ganz gut im Griff, Zaugg machte sehr Dampf nach seiner Einwechslung (evtl. auch mal von Anfang an) und wieder einmal ein sicherer Rückhalt war der Torhüter Darko Damjanovic. Lieber Ottmar, was hast du an diesem Freitagabend gemacht?
Hoffen wir, dass man gegen Thalwil eine Cuprunde weiterkommt, damit Zanci seinen Traum auch weiterträumen kann (Cupsieg was sonst) und man in der Liga zu einer gewissen Konstanz findet. Dazu liegt es auch wieder ein bisschen an uns Fans, lautstarker und farbenfroher zu werden und die Mannschaft noch besser zu unterstützen.
Profunder Fussballkenner, der Taktikspezialist in unseren Kreisen.
Er schreibt hier über das Spiel, über Träume eines Gossauer Innenverteidiger, und über haarsträubende Entscheidungen des Schweizer Fussballverband.
FC Gossau – Concordia Basel 0:1
750 ziemlich gut gezählte Zuschauer (egal, immerhin mehr als der FC Wil)
Den ganzen Tag hindurch regnete es immer wieder ein bisschen. Und obwohl es das erste Heimspiel des FC G war, wo man auch den Regenschirm ins Stadioninnere mitbringen durfte (war zuvor verboten), konnte man nicht wirklich viele Zuschauer erwarten. Auch der heutige Gast Concordia Basel, brachte nicht viele Zuschauer, dafür Rainer Bieli, den man nach dem Spiel noch weniger mochte, als zuvor.
Ausserdem wurde kurz vor dem Match noch bekannt, dass der "liebe" Fussballverband den Antrag vom FC G abgelehnt hat, welcher ihr Heimspiel gegen den FC St. Gallen in deren Heimstätte verlegen wollte. Schade, in Gossau werden gerade Mal 3'000 Zuschauer Platz finden und so wird der eine oder andere SG-Fan auf unserer Seite stehen und der eine oder andere muss sogar draussen bleiben.
Gossau startete im heutigen Spiel ein wenig offensiver an als noch gegen Nyon. Misura kam rein und spielte ein bisschen hinter dem letztmals treffsicheren Boumelaha. Letztgenanntem wollte heute nicht viel gelingen. Öfters verstolperte er den Ball, doch mit seiner Schnelligkeit und Technik, fühlten sich die Verteidiger von Concordia mehrmals so, als sässen sie im Gardaland auf einer Achterbahn. Olivier Boumelaha wird uns bestimmt noch einige Male glücklich machen. Ich schreibe extra Olivier, denn letzte Woche wurde auch noch sein Bruder zum FC Gossau geholt. Virgile kam von Delemont, wo er die letzten beiden Saisons unter Vertrag stand. Dieser Virgile spielte heute jedoch noch nicht. Bei Concordia war Rainer Bieli der Aktivposten. Zwar hat er gewisse Möglichkeiten kläglich vergeben, jedoch trotzdem gezeigt, dass er für seine Mitspieler und sein Team sehr wichtig sein kann. Er kann heute noch den Ball behaupten, Bälle ablegen und in der 84. Minute, als Mario Bigoni an der Seitenlinie bereit stand zum Einwechseln, zeigte er leider auch, dass er ein Spiel entscheiden kann. Somit musste Bigoni wieder Platz nehmen und Luca Dimita kam für ihn ins Spiel. Dies sagt mir, dass Vlado Nogic das 0-0 halten möchte, was mir gar nicht gefiel. Es kam hinzu, dass ein Fernandez den Vorzug bekommt vor Bigoni, welcher momentan ganz gut drauf ist. Und wenn ich schon beim Kritisieren bin, ein Alija könnte vielleicht einmal eine Pause gebrauchen und bitte, bitte in Zukunft Misura nicht als hängende Spitze laufen lassen, er macht so meines Erachtens Knöpfels Spiel kaputt. Jedoch finde ich zu einzelnen Spielern auch gute Worte. Zancanaro hatte Bieli ganz gut im Griff, Zaugg machte sehr Dampf nach seiner Einwechslung (evtl. auch mal von Anfang an) und wieder einmal ein sicherer Rückhalt war der Torhüter Darko Damjanovic. Lieber Ottmar, was hast du an diesem Freitagabend gemacht?
Hoffen wir, dass man gegen Thalwil eine Cuprunde weiterkommt, damit Zanci seinen Traum auch weiterträumen kann (Cupsieg was sonst) und man in der Liga zu einer gewissen Konstanz findet. Dazu liegt es auch wieder ein bisschen an uns Fans, lautstarker und farbenfroher zu werden und die Mannschaft noch besser zu unterstützen.
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