....und sowieso gestern hat, der unter den Namen, "Taxi Bruno" in Gossau wohl bekannte Bruno E. einen Leserbrief zur Abstimmung über die "Alternative Zentrumsquerung" im St.Galler Tagblatt veröffentlicht. "Nun ja, soll er halt", denke die meisten von euch jetzt, oder einige werden wohl auch sinnieren:"Wer ist dieser "Taxi Bruno"wohl"?
Kurz "Taxi-Bruno" ist eigentlich ganz in Ordung, so vom Typ her. Grundsätzlich stellt er sich aber gegen alles quer was in dieser Stadt geändert werden soll, hat aber dann wieder so "tolle" Vorschläge, wie die Eröffnung eines "Luna Parks" nach italienischem Vorbild, zur Ankurbelung des öffentlichen Lebens in Gossau.
Eigentlich wäre es ja wirklich egal, also ich meine diese Abstimmung über die "Alternative Zentrumsquerung". Vorallem den Nicht-Gossauer wird das ziemlich am, na ihr wisst schon vorbei gehen, aber diese Abstimmung ist einfach irgendwie so was von typisch für unser schönes, kleines Land. Nun, dies soll jetzt keine Abrechung mit der Schweiz sein. Ich bin glücklich hier geboren zu sein und finde es ist einer der schönsten Flecken der Welt (so weit ich das bin anhin beurteilen kann). Nur wird in diesem Land, meines Erachtens einfach zuviel diskutiert und nochmals diskutiert und am Schluss geschieht nichts. Das hat kürzlich auch Krassimir Balakov, der Ex-GC Trainer, in einem Interview mit einem deutschen Fussball Magazin festgestellt, und der Bulgare war nur ein bisschen mehr als 1 Jahr in der Schweiz tätig.
Kommen wir zurück zur "Alternativen Zentrumsquerung"eben weils so typisch ist. Die Mehrheit der Gossauer, wird beim Namen dieser Abstimmungsvorlage am Anfang nur "Bahnhof" verstanden haben. Nur kurz als Erklärung für die Nicht-Gossauer und für die Gossauer die immer noch nicht Bescheid wissen, was allerdings ziemlich tragisch wäre...
Gossau-verkehrstechnisch total überlastet-seit Jahren keine Lösung-Nur Diskussionen-Nun einigermassen vernüftiger Vorschlag mit Entlastung von Zentrum-Trotzdem wieder jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht und es besteht wieder die Gefahr der Ablehnung.
Was mich aufregt, jeder Frauenquartierverein und jeder Schützenverein gibt in der Schweiz, in seinem Interesse, einen Vorschlag ab. Wieso kann man nicht auch einmal zum Wohle der Allgemeinheit einen Kompromiss eingehen?
In Gossau besteht nun die Gefahr der Stagnation, wird auch diese Abstimmungsvorlage wieder abgelehnt, passiert wieder 10 Jahre nichts. Unsere Stadt (unser Dorf?) wird dann wohl endültig das Vorstadt-Kaff" von St.Gallen, wahrscheinlich nur noch beliebt weil mietgünstiger als die Kantonshauptstadt. Aber wie gesagt, es geht ja nicht um Gossau alleine, überall wo etwas gebaut werden soll, dass grösser ist als ein Dorfbrunnen, gibt es so sicher wie das Amen in der Kirche jemanden in diesem Land der Beschwerde einreicht. Ich weiss nicht, ist das Geltungssucht, oder wo ist das Problem? Schauen wir nur mal die Fussballstadien an, ich glaube kein Schweizer Fussballstadion wurde je gebaut ohne jahrelange Verzögerungen wegen irgendwelcher Beschwerden. Kann man nicht einmal sagen: "Ach komm, für mich nicht gerade ideal der neue Bau, aber für die Allgemeinheit wichtig!" Vielleicht ist das halt so in der Schweiz und jeder ist immer auf seinen eigenen Vorteil bedacht, vielleicht ist das auch das Problem der direkten Demokratie, keine Ahnung? Vielleicht ist in einer Demokratie auch wichtig das es einen leserbriefeschreibenden Taxifahrer gibt, auch keine Ahnung? Vielleicht schreib auch ich noch einen Leserbrief, dass es mich so aufregt das es soviele Quersteller in diesem Land gibt und eben auch das es in Gossau bald ein "totes" Zentrum gibt, ohne Geschäfte und Restaurants nur mit dröhnenden Lastwagen, oder das mich alle diese verweigernden Leserbriefe nerven.
Übrigens wer mich in der Schweiz auch noch aufregt, der Sepp Blatter mit seinem Palast in Zürich und das dieser Unsymphat wieder zum FIFA Präsidenten gewählt wird...aber das nur so nebenbei, als Ausgleich zum "geilen Sepp" hat unser kleines Land der Weltöffentlichkeit wenigstens noch Roger Federer geschenkt.
Jetzt bin ich aber abgeschweift, ach ja wegen Grenchen, heute Donnerstag spielt die Schweizer U-19 gegen Rumänien in Grenchen. Grenchen ist ja auch irgendwie wie Gossau, so von der Einwohnerzahl her. Mal schauen wie die das dort mit dem Verkehr lösen. Ich reise definitiv mit dem Zug an, ach ja Zug oder Bus auch mal eine Lösung, dann bräuchte es gar keine "Alternative Zentrumsquerung" und auch keine Leserbriefe dazu, nicht mal aus dem Salenweidli, was uns "Taxi Bruno" damit auch immer sagen wollte.
Mittwoch, Mai 30, 2007
Montag, Mai 28, 2007
FC Eschenbach : FC Winkeln
150 Zuschauer
2.Liga Regional
Sportanlage Eschenwies
Sportanlage Eschenwies
Der Tabellenführer FC Arbon verliert beim FC Schmerikon überraschend mit 1--2. Eine wunderbare Steilvorlage für den FC Winkeln, mit einem Sieg beim FC Eschenbach ist sogar die Tabellenführung wieder möglich.
Es war heute wieder eine vergleichsweise weite Auswärtsfahrt nach Eschenbach, diesem 5300 Einwohner fassenden Dorf in der Linth Region. Man wirbt hier mit dem ländlichen Klima und der trotzdem vorhandenen Nähe zu den Städten Rapperswil und Wattwil, auch preist man eine der schönsten Sportanlagen der Region an. Die Sportanlage Eschenwies.
Nach 30.Minuten hätte auf dieser schönen Sportanlage kaum ein Zuschauer damit gerechnet, dass die Heimmannschaft heute ein mittelschweres Debakel erleben würde. Bis dahin spielte nämlich der Aussenseiter aus dem oberen Seebezirk munter mit, und hatte durchaus einige hochkarätige Tormöglichkeiten. Als die erste halbe Stunde aber vorbei war kamen zwei treue Winkeln Fans, von ihrem Urlaub, auf dem Rückweg in Eschenbach vorbei und irgendwie brachten sie auch gleich die Tore für den FC Winkeln mit.
Der heute das wiederholte Mal überragende Raffael Rohner (oder O-Ton Schiedsrichter:" Raffael Rönner") erzielte vor der Pause das 1:0. Danach machten sich die frierenden Zuschauer bei kühlen 7 Grad Aussentemperatur zur Aufwärmung und für die Endphase des Schweizer Cupfinals ins "Clubbeizli" auf. Den Gesichtern der Gäste anzusehen war, dass sich die meisten Eschenbacher wohl den FC Luzern als Cup-Sieger gewünscht hätten, dies sollte aber nicht die letzte Enttäuschung für die Einheimischen am heutigen Tag bleiben.
Die 2.Halbzeit wurde angepfiffen und schon bald darauf schoss Verteidiger Urs Wüthrich das 2:0 für den Favoriten. Capitain und Routinier Tomaso Koller sah daraufhin, dass seine Anwesenheit nicht mehr unbedingt von Nöten war und liess sich samt seinem geschwollenen Fuss auswechseln. Nun, fiel die Mannschaft des FC Eschenbach völlig ausseinander und der Platzspeaker kam mit der Aufzählung der Torschützen kaum mehr nach. 0--3 Koller Martin, 0--4 Laimbacher Beni, 0--5 Kobler Roger, 0--6 Rohner Raffael.
Was uns zum wiederholten Male im unterklassigen Fussball auffiel, wieso nennen die Platzsprecher in den regionalen Ligen immer zuerst den Nachnamen? Ist doch irgenwie komisch. Im Profifussball heisst es ja auch nicht: "Torschütze Zellweger Marc oder Lustrinelli Marco"! Die Vermutung liegt nahe, dass diese Redensart vom Schweizer Volkssport Schwingen übernommen wurde "Gstellte Schlussgang vom Abderhalden Jörg", dieser Verdacht ist bei diesen oft ländlichen Vereinen wohl am naheliegendsten.
Das 1--6 war dann, wie es so schön heisst nur noch "Ergebniskosmetik". Die Eschenbacher verliessen, nach Schlusspfiff, wie geprügelte Hunde das Spielfeld.
Einige Spieler des FC Arbon waren als Spione auch ins Linth-Gebiet gefahren, was sie heute zu sehen bekamen, dürfte ihnen allerdings gar nicht gefallen haben. Die Spieler vom Bodensee reisten jedenfalls als Tabellenzweite wieder zurück nach Arbon.
Der Platzwart des FC Schmerikon war übrigens auch anwesend, und forderte von den Winklern als "Dankeschön" für den Überraschungssieg gegen den ehemaligen Tabellenleader gleich ein Kiste Bier. Sollten die Spieler aus dem St.Galler Westen auch nach dem letzten Spieltag auf dem vordersten Rang stehen, werden sie wohl mit Freude die Kiste Bier nach Schmerikon bringen. Ach ja, einen Überbringer wüsste ich auch schon oder Daniel...
Sonntag, Mai 27, 2007
FC Gossau : FC Red Star Zürich
2--3
1.Liga
Gemeindesportplatz Gossau
500 Zuschauer
Mein dreijähriger Göttibub ist ganz stolz, dass er heute mit seinem Papi zum Spiel des FC Gossau darf. Er freut sich alleine, und ohne das "Mami" mit seinem Vater weggehen zu dürfen. Das Spiel selber ist ihm natürlich noch ein wenig zu komplex. Mehr Interesse hegt er für die Bratwurst in der Pause und die Spielsachen der anderen Kinder auf dem Sportplatz.
Ich finde, so ein Spitzenkampf des Lokalvereins, ist der richtige Zeitpunkt um einen kleinen "Bub" in die Welt des Fussballs einzuführen. Schliesslich soll er doch, wie es sich jeder Vater und natürlich auch jeder Götti wünscht, einmal eine grosse Fussballkarriere einschlagen. Falls es wieder erwartens doch nichts mit der internationalen Laufbahn werden sollte, wäre es jedoch zumindest wünschenswert er würde ein reges Fussballinteresse entwickeln. Schon alleine wegen der Gesprächsthemen später in seinem Leben.
Dario, so heisst mein Göttibub, sah an diesem Tag ein gutes, intensives Spiel, es ist also anzunehmen und zu hoffen, dass er bald seine Fussballschuhe bei den Junioren des FC Gossau schnüren wird.
Schon nach den ersten Minuten hätte das Heimteam in Führung gehen können oder gar müssen. Der Sieger der heutigen Partie konnte für die NLB-Aufstiegsrunde fix planen, vielleicht versagten deshalb die Nerven des Gossauer Offensivpersonal.
Dario musste gerade einen kleinen "Holzspiess" aus seinem Finger entfernt werden, als der FC Red Star zum 1:0 einnetzt. Unser Fussballneuling interessiert sich daher kaum für die Führung der Zürcher, seine ganze Sorge gilt dem nervenden Ding in seinem Finger.
"Wenn isch Pause,Götti?" der Kleine wartete ungeduldig auf seine Zwischenverpflegung, währenddessen die junge Gossauer Mannschaft weiterhin die grössten Möglichkeiten auslässt.
"Wenn isch Pause,Götti?" der Kleine wartete ungeduldig auf seine Zwischenverpflegung, währenddessen die junge Gossauer Mannschaft weiterhin die grössten Möglichkeiten auslässt.
In die Pause geht es daher mit dem 0:1.
Es hat sich augenscheinlich herum gesprochen, dass der FC Gossau von Erfolg zu Erfolg eilt. Man trifft diesen und jenen Bekannten, viele Leute die früher schon oft auf dem Gemeindesportplatz waren, dass einige schon Jahre nicht mehr hier waren merkt man spätenstens wenn sie zielsicher den Weg zur alten, abgeschlossenen Toilette gehen wollen.
Nach der Pause sollten die Zuschauer ein sehr merkwürdiges Spiel zu sehen bekommen. In der 56.Minute fällt zuerst der umjubelte Ausgleichtreffer für den FC G. Nur wenige Minuten später erhöhen die Spieler des erfolgreichsten 1.Liga Verein aller Zeiten allerdings prompt zum 2:1.
Der etwas unglückliche Schiedsrichter sorgte nun mit seinen teilweise fragwürdigen Entscheidungen dafür, dass einer unser Stehplatznachbarn einen hochroten Kopf kriegt und fluchend die Hände verwirft. Dario schaut ihn ein wenig verwirrt an, auch solche Gefühlsregungen gehören zum Fussball, nicht mehr lange und auch er wird das verstehen können...
Die Entscheidung scheint gefallen, als in der 64.Minute das 1--3 fällt. Die ersten Zuschauer verlassen bereits entäuscht den Sportplatz.
Salve Andracchio, der ehemalige GC und FCZ Spieler und heutige Trainer des FC Red Star, konnte mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Ziemlich regungslos steht er allerdings an der Seitenlinie und lässt die Sonne auf sein Haupthaar, übrigens ganz klar ein Überbleibsel aus seiner aktiven Fussballzeit in den Achtziger Jahren, scheinen. Vielleicht traute er der Sache auch noch nicht ganz. Völlig zu Recht. In diesem verrückten Spiel folgte nämlich nur wenig später wieder der Anschlusstreffer durch den FC Gossau. Die Stimme des Stadionssprecher überschlägt sich daraufhin beinahe, annähernd so euphorisch hatte er zuvor nur geklungen, als er den neuen FC G-Juniorenbus vorstellte. Wenige Sekunden später muss er aber mit gesenkter Stimmer, schon wieder den nächsten Treffer der Zürcher verkünden. Ein verrücktes Spiel...
Hätten die Gossauer Spieler die Schwächen, des vorallem sehr grossen aber nicht sonderlich sicheren Red Star Torwartes, ausgenützt sie wären nochmals heran gekommen.
So hörten wir von Dario leider noch einige Male "Häd wieder kei Goal geh". Der FC Red Star konnte so nach 90.Minuten seine Qualifikation für die NLB Aufstiegsrunde feiern. Der FC Gossau besitzt allerdings noch alle Möglichkeiten und kann mit einem Sieg am nächsten Samstag in Seefeld auch alles klar machen.
So haben die Fürstenländer heute zwar ein Spiel verloren, vielleicht mit meinem Göttibub aber einen neuen Fan gewonnen. Für den Fussball begeistern wird er sich, da bin ich mir sicher. Obwohl es natürlich nicht immer förderlich ist für die späteren schulischen Leistungen, wenn man bei der Mathe-Prüfung, die Aufstellung der argentinischen WM-Mannschaft von 1986 im Kopf durchgeht, oder statt abennds französisch Vokabeln zu lernen, die geistigen Ergüsse von Lothar Matthäus Bestseller "Mein Tagebuch" verschlingt. Ähm ja, ist ja auch irgenwie interessanter.
Zum Schluss bleibt mir, wie immer wenn ich den FC Red Star spielen sehe, die Frage wieso trägt eine Mannschaft die sich "Roter Stern" nennt, grün weisse Trikots?
Wer kann mir darauf eine Antwort geben?
Donnerstag, Mai 24, 2007
Mister RLW
Kindberg liegt im Bundesland Steiermark und wurde 2003 zur schönsten Blumenstadt Europas gewählt. Die österreichische Bundesbahn sorgt hier seit etwa einer Stunde dafür, dass alle Zuginsassen den schönen Ausblick auf das umliegende Gebirge geniessen können. Computerschaden irgendwo zwischen Wien und Klagenfurt, es geht gar nichts mehr. Also Zeit genug um ein Gespräch mit Stephan zu führen, unserem Mister RLW (Regionalliga West, eine genaue Erklärung über die RLW steht ganz unten im Text)
gossau-gedanke: Vor kurzem konntest du dein grosses Ziel erreichen und endlich auch noch das letzte Stadion in der Regionalliga West besuchen. Kannst du einem normal denkenden Leser erklären, wieso man um Himmels Willen dazu kommt sämtliche Fussballplätze einer dritten österreichischen Liga abzufahren?
Stephan (ein wenig unkonzentriert): Ähm, ähm ja (a.d.R. Stephan rutscht nervös auf seinem Sitz herum), ähm ja kannst du die Frage nochmals wiederholen, bitte?
es folgt also nochmals die obige Frage...
Stephan: In den unteren Ligen findet man noch den sogenannt "ehrlichen" Fussball, schöne kleine Stadien und der ganze Kommerz der oberen Spielklassen fällt halt weg. Ausserdem als Bayern Jahreskarten Besitzer brauche ich manchmal eine Art Kontrastprogramm.
Und schreib ja nur meinen Vornamen, sonst rede ich nicht weiter, sicher gell!
GG: Axams, Grödig, Seekirchen alles weltbekannte Dörfer, kannst du uns einige Anekdoten von deinen Besuchen in diesen Metropolen erzählen?
Stephan (a.d.R. Achtung jetzt kommt er ins Schwärmen, und man weiss als Kollege von ihm, bald wird er das Wort "änig" in den Mund nehmen): Also in Hohenems gibt es einen Fan der nach einem Torerfolg jeweils mit der Pistole in die Luft schiesst. In Grödig laufen Frauen rum, die Schnaps an die Zuschauer verkaufen und "änig" peinlich war, als es mir in Seekirchen eine Parkplatzschranke über den Kopf gehauen hat, natürlich war da genau meine Freundin dabei. (a.d.R. was ist das für eine arme Freundin die Stephan hat, statt nach Venedig oder Paris gehts nach Seekirchen in den Urlaub).
GG: Natürlich nun die unvermeintliche Frage eines jeden "Stadionliebhabers". Was waren deine Favoriten in der RLW, spezielle Plätze, besondere örtliche Begebenheiten?
Stephan: Speziell sind z.B. Reichenau und Hall. In Reichenau ist alles veraltet und es hat sogar eine Betonwand hinter dem Tor, als Schutz für die Spieler wurden dort Matten angebracht. Nur wenige Minuten entfernt liegt Hall, dass hingegen ein schönes und modernes Stadion hat.
Ach ja und schreib noch das ich bereits seit 10 Jahren zu Austria Lustenau fahre, aber das musst du nicht vermerken, dass ich das so gesagt habe... (a.d.R. Sorry Steph, musste sein)
GG: Viele verstreute Dörfer, stundenlange Autofahrerei durchs Tirol oder bis nach Salzburg. Hand aufs Herz hat dich das nie genervt?
Stephan nimmt einen grossen Schluck aus seiner Ottakringer Bier Büchse (a.d.R. es ist 10.30 Morgens) und antwortet: Der Arlberg, der hat mich schon manchmal genervt, zigmal rauf und wieder runter und ja da gab es noch diese Bergstrasse nach Axams, aber das war schon fast wieder lustig.
GG: Stephan, Danke für dieses Gespräch. Zum Schluss noch, gibt es bereits neue Ziele?
Stephan: Ja nächste Saison will ich öfters mit den Bayern Amateuren mitreisen und auch die höchste österreichische Liga komplettieren.
Am Ende zitiert Stephan noch irgendeinen, tiefsinnigen Song seiner Lieblingsband, und nimmt nochmals einen zufriedenen Schluck aus der Bier Büchse.
So es geht weiter, die ÖBB hat es auch nach fast 2 Stunden nicht geschafft den Zug in Gang zu setzen. Wir zwängen uns in einen engen Bus und fahren weiter nach Leoben und von da gehts nach Klagenfurt zum GTI Treffen. Nein, Nein keine Angst zum Spiel FC Kärnten : Austria Wien Amateure.
Erklärung: Die Regionalliga ist die dritthöchste Spielstufe Österreichs und gliedert sich in 3 gleichrangige regionale Ligen. Die Regionalliga Ost, die Regionalliga Mitte und eben die Regionalliga West mit den Bundesländern Salzburg, Tirol (ohne Osttirol) und Voralberg.
Vereine 2006/2007 RLW: FC Kufstein, Austria Lustenau Amateure, Rot Weiss Rankweil, SVG Reichenau, Red Bull Amateure, SV Seekirchen, WSG Wattens, SPG Axams/Götzens, FC Dornbirn, FC Blau-Weiss Feldkirch, SV Grödig, SV Hall, FC Hard, FC Höchst, VFB Hohenems, Innsbrucker AC.
Erklärung II: Stephan ist eingefleischter FC Bayern München Fan und seit Jahren Dauerkarten Besitzer bei Austria Lustenau und natürlich Widnauer durch und durch.
Meinen Neid und Respekt für alle Zeit, erhält Stephan für seinen Besuch des Spiels Boca Juniors : River Plate in Buenos Aires.
PS: Bei vielen dieser Reisen durch die österreichische Provinz wurde Stephan von seinem Kumpel Flo E. begleitet.
Mittwoch, Mai 23, 2007
SC Brühl II : FC Winklen
SC Brühl II : FC Winklen
Paul Grüninger Stadion
2.Liga Regional
170 Zuschauer
"acht Franken Eintritt für eine zweite Mannschaft!" Das Entsetzen einiger Gäste-Zuschauer über die Preispolitik des Schweizer Meisters von 1914/15 ist ziemlich gross.
Der SC Brühl hat dafür auch einges zu bieten, einerseits das renovierte Krontal Stadion im St.Galler Osten, das seit dem Umbau den Namen des bekannten St.Galler Flüchtlingshelfer Paul-Grüninger trägt, andererseits z.b. den schwarzafrikanischen Stürmer Jean Mark Makabu. Jean-Mark Makabu? Nun, ich habe von diesem Spieler bis vor kurzem auch noch nie etwas gehört, aber vor ein paar Tagen las ich einen interessanten Zeitungsbericht über die Brühler Angriffshoffnung. "Sein Ziel sei die kongolesische Nationalmannschaft" meint der selbstbewusste Achtzehnjährige in diesem Artikel. Aber natürlich konnte man sich heute auf dem Krontal nicht nur auf einen künftigen "Africa Cup Teilnehmer" freuen, sondern auch die Partie selber versprach einiges an Spannung.
Der abstiegsgefährdete SC Brühl gegen den Aufstiegsaspiranten FC Winkeln, dazu kam natürlich noch die Derbyaffiche, Ost-St.Gallen gegen West-St.Gallen. Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass das Winkler Trainergespann letzte Saison den heutigen Gegner zum Aufstieg in die 2.Liga Regional geführt hat, also genügend Brisanz für dieses Spiel.
Die Bratwurst schmeckt im Gründenmoos wohl doch ein wenig besser als im Krontal, wahrscheinlich nur dieser Aspekt und die gesunde Rivalität einer alteingessenen Winkler Anhänger gegenüber den Brühlern sorgten dafür, dass der Verkäufer ziemlich verzweifelt Werbung für seine Würste machte, und dabei anfangs recht erfolglos blieb.
Auch auf dem Platz roch man die sprichwörtliche "Derbyluft". Beide Mannschaften schenkten sich in der ersten Halbzeit nichts und das Spiel war ziemlich ausgelichen, wobei der FC Winkeln die eindeutig besseren Chancen besass.
Lorenz wohnt gerade nebenan, beim Stadion und ist heute natürlich auch noch schnell rübergekommen. Seit kurzem hat er sogar eine Dauerkarte vom SC B, was einen Bekannten von ihm, einen Ur-Winkler zu erzürnen vermag. "Was sollte ich auch machen, mein Chef hat die Karten verschenkt!" meint Lorenz. Der Winkler akzeptiert diese Erklärung aber nur zögerlich.
In der 2.Halbzeit dreht das Winkler Sturmduo Rohner und Kobler wieder einmal mächtig auf, und Kobler der sich momentan in Topform befindet (das darf hier mal festgehalten werden, auch wenn es mein Bruder ist) netzt zum 1:0 für den Favoriten ein.
Überraschenderweise können die Brühler aber nochmals reagieren, und kommen mehrmals gefährlich vor das Tor des FC Winkeln, aber auch der kongolesische Nationalspieler in Spe. scheitert wiederholt am herrvoragenden Torhüter Stefan Gysi.
Trotzdem gelingt in der 84.Minuten einem Spieler, mit dem doch ziemlich merkwürdigen Namen Marco Mark (was für einen gloreichen Einfall hatten da die Eltern wohl...), der 1:1 Ausgleich.
Aber in der FC Winkeln Viertelstunde ist vieles möglich, und so fällt in der 86.Minute doch noch der 2:1 Siegtreffer durch, na wenn wohl, Roger Kobler. (halt wieder mein Bruder, ich kann ja nichts dafür).
Der Bratwurst Verkäufer des SC Brühl ist übrigens immer noch nicht aller bester Laune und nervt uns mit seinen Kommentaren, aber die Würste im Gründenmoos schmecken eh besser...
Paul Grüninger Stadion
2.Liga Regional
170 Zuschauer
"acht Franken Eintritt für eine zweite Mannschaft!" Das Entsetzen einiger Gäste-Zuschauer über die Preispolitik des Schweizer Meisters von 1914/15 ist ziemlich gross.
Der SC Brühl hat dafür auch einges zu bieten, einerseits das renovierte Krontal Stadion im St.Galler Osten, das seit dem Umbau den Namen des bekannten St.Galler Flüchtlingshelfer Paul-Grüninger trägt, andererseits z.b. den schwarzafrikanischen Stürmer Jean Mark Makabu. Jean-Mark Makabu? Nun, ich habe von diesem Spieler bis vor kurzem auch noch nie etwas gehört, aber vor ein paar Tagen las ich einen interessanten Zeitungsbericht über die Brühler Angriffshoffnung. "Sein Ziel sei die kongolesische Nationalmannschaft" meint der selbstbewusste Achtzehnjährige in diesem Artikel. Aber natürlich konnte man sich heute auf dem Krontal nicht nur auf einen künftigen "Africa Cup Teilnehmer" freuen, sondern auch die Partie selber versprach einiges an Spannung.
Der abstiegsgefährdete SC Brühl gegen den Aufstiegsaspiranten FC Winkeln, dazu kam natürlich noch die Derbyaffiche, Ost-St.Gallen gegen West-St.Gallen. Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass das Winkler Trainergespann letzte Saison den heutigen Gegner zum Aufstieg in die 2.Liga Regional geführt hat, also genügend Brisanz für dieses Spiel.
Die Bratwurst schmeckt im Gründenmoos wohl doch ein wenig besser als im Krontal, wahrscheinlich nur dieser Aspekt und die gesunde Rivalität einer alteingessenen Winkler Anhänger gegenüber den Brühlern sorgten dafür, dass der Verkäufer ziemlich verzweifelt Werbung für seine Würste machte, und dabei anfangs recht erfolglos blieb.
Auch auf dem Platz roch man die sprichwörtliche "Derbyluft". Beide Mannschaften schenkten sich in der ersten Halbzeit nichts und das Spiel war ziemlich ausgelichen, wobei der FC Winkeln die eindeutig besseren Chancen besass.
Lorenz wohnt gerade nebenan, beim Stadion und ist heute natürlich auch noch schnell rübergekommen. Seit kurzem hat er sogar eine Dauerkarte vom SC B, was einen Bekannten von ihm, einen Ur-Winkler zu erzürnen vermag. "Was sollte ich auch machen, mein Chef hat die Karten verschenkt!" meint Lorenz. Der Winkler akzeptiert diese Erklärung aber nur zögerlich.
In der 2.Halbzeit dreht das Winkler Sturmduo Rohner und Kobler wieder einmal mächtig auf, und Kobler der sich momentan in Topform befindet (das darf hier mal festgehalten werden, auch wenn es mein Bruder ist) netzt zum 1:0 für den Favoriten ein.
Überraschenderweise können die Brühler aber nochmals reagieren, und kommen mehrmals gefährlich vor das Tor des FC Winkeln, aber auch der kongolesische Nationalspieler in Spe. scheitert wiederholt am herrvoragenden Torhüter Stefan Gysi.
Trotzdem gelingt in der 84.Minuten einem Spieler, mit dem doch ziemlich merkwürdigen Namen Marco Mark (was für einen gloreichen Einfall hatten da die Eltern wohl...), der 1:1 Ausgleich.
Aber in der FC Winkeln Viertelstunde ist vieles möglich, und so fällt in der 86.Minute doch noch der 2:1 Siegtreffer durch, na wenn wohl, Roger Kobler. (halt wieder mein Bruder, ich kann ja nichts dafür).
Der Bratwurst Verkäufer des SC Brühl ist übrigens immer noch nicht aller bester Laune und nervt uns mit seinen Kommentaren, aber die Würste im Gründenmoos schmecken eh besser...
Montag, Mai 21, 2007
SK Rapid Wien: FC Pasching
SK Rapid Wien : FC Pasching 2:0
1.österreichische Bundesliga
Gerhard Hanappi Stadion
17'500 Zuschauer
"Rapid hat heut gewonnen, deshalb fährt dieser Zug nicht mehr weiter! Alle aussteigen"! Der U-Bahn Fahrer nimmt mit dem bekannten "Wiener-Schmäh" zur Kenntnis, dass soeben einige halbwüchsige Rapid Anhänger eine Scheibe seines Transportmittels eingeschlagen haben. Diese Aktion passt nun aber wirklich gar nicht zu diesem Nachmittag, hatten die Fans der grün-weissen Mannschaft doch ausgiebigen Grund zu jubeln.
In der Rückrunde ist eine grosse Euphorie ins Gerhard Hanappi Stadion zurückgekehrt, mit einer beispiellosen Aufholjagd, scheint mittlerweile sogar wieder ein Uefa Cup Platz im Bereich des Möglichen.
Ausverkauft, meldeteten deshalb die Kassen beim Stadion im Wiener Westen. Einzig der Gästesektor ist nur spärlich gefüllt. Gegner von Rapid ist an diesem Tag der FC Pasching. Eine Mannschaft die, ebenso wie der der Grazer AK, als Synonym für das heillose Chaos in der höchsten österreichischen Liga steht. Nächstes Jahr wir der FC Pasching in Klagenfurt spielen. Die haben dort am schönen Wörthersee ein neues EM-Stadion, und da dachten sich Jörg Haider und Co.: "So ein Team in der 1.Liga brauchts da schon!" Nun ist es theoretisch sogar möglich, dass der FC Kärnten, trotz Mittelfeldplatz in der zweithöchsten Liga, nächstes Jahr wegen Pasching im Uefa Cup spielt...Eine Farce!
Wenigstens scheint im "Sankt Hanappi", so wird das Stadion ehrführchtig von den Fans genannt, die Fussballwelt noch in Ordnung zu sein. Schon 30 Minuten vor Spielbeginn beginnen auf dem Rasen die Ehrungen für die verschiedensten langjährigen Rapid Mitglieder. Zigmal tönt Cliff Ritchard mit seinem "Congratulations" durch die Lautsprecheranlage, aber auch beim zehnten Mal klatscht die Westkurve noch höflich Beifall, erst recht als zuletzt auch noch die Torhüterlegende Funki Feurer seinen Abschied als Torwarttrainer gibt.
Hier auf der Gegengerade sind die Stühle der Dauerkartenbesitzer mit dem Namen vermerkt, die "Teenie-Schönheit" hinter dem Wurststand lässt sich auch durch wartende Kundschaft nicht von ihrem Flirt abhalten und den Aufenthalt auf dem Klo sollte man, mit Rücksicht auf das eigene Riechorgan, möglichst kurz bestreiten.
Die letzten Minuten vor dem Spiel sind von einer gemütlichen Umtriebigkeit im Stadion geprägt, zum Einlaufen der Mannschaft zeigt die West sowie auch die Ostkurve eine wunderschöne Choerographie. Diese Aktion scheint die Akteure der Heimmannschaft zu zusätzlich beflügeln, denn nach 25.Minuten steht es bereits 2:0. Pasching ist völlig chancenlos, und die Gäste Spieler nehmen etwa so unbeteiligt am Spiel teil, wie ihre paar Anhänger im Gästeblock. Die Oberösterreicher mit ihren ehemaligen Bundesliga Spielern Marcel Ketelar und Thomas Riedl geben ein fast erbärmliches Bild ab, aber wenn soll das verwundern bei der ungewissen Zukunft.
Das Spiel bleibt ansonsten ziemlich ereignislos. In der 71.Minute brandet allerdings nochmals grosser Applaus auf. Das Rapid Eigengewächs Jimmy Hoffer kommt auf den Platz. Ganz besonders haben sich darüber wohl seine acht!! Geschwister gefreut, alles natürlich auch Rapid Wien Anhänger. Die Westkurve freut sich nun schon mit lauten Gesängen auf das entscheidende letzte Spiel beim Brausehersteller aus Salzburg, wo es mit Tausenden Fans hingehen soll.
Als der Schlusspfiff ertönt, rennt das halbe Stadion aufs Feld. Der Stadionsprecher ist bemüht aber sichtlich überfordert die Mannschaft durch die Menschentraube durchzulotsen. Ein amüsantes Schauspiel, bis es endlich soweit ist und sich das Team von der Westkurve verabschieden kann.
Nach diesem friedlichen Fussballnachmittag, fragt man sich wirklich, warum musste diese Scheibe kaputt gehen? Tja, die 2 betrunkenen Jugendlichen werden es wohl auch nicht wissen, die Antwort weiss nur der Wind.
Sonntag, Mai 20, 2007
FC Flums : FC Winkeln



Cup Qualifikation 1/2 Finale
2-3
Sportplatz Banau
300 Zuschauer
Seit dem 13.August 2006 ist der FC Winkeln nun schon in Sachen Cup-Hauptrunden Qualifikation 2007/2008 unterwegs. Man traf auf Goldach, Aaadorf, Landquart, Arbon und zuletzt wurde auch der FC Münchwilen aus dem Weg geräumt.
Nun an diesem Mittwoch Abend wollte der St.Galler Zweitligist in Flums den letzten Schritt zur erhofften "Traumpartie" in der 1.Cup Hauptrunde machen, denn dort könnte man u.a. auf Gegner wie den FC St.Gallen oder den FC Wil treffen.
Sowohl die Heimmannschaft wie auch der FC Winkeln sind eher durchwachsen in die Rückrunde der jeweiligen Meisterschaften gestartet.
Die freundliche Dame, die im "Club Beizli" hinter dem Tresen stand, hatte daher nicht sehr viel Hoffnung auf einen Sieg des Drittligsten gegen den höherklassigen Gegner:"Nei,Nei die sind im Moment gar nünd, i glaub nöd das mer gwünned, aber villicht gits hüt ä chli meh lüt und mer mached meh umsatz als süesch."
Ums vorweg zu nehmen, es sollte trotz Formschwäche des FC Flums ein hartes Stück Arbeit für das Gäste-Team werden.
Trotz zahlreicher, stimmgewaltiger Unterstützung aus St.Gallen, starteten die Winkler nervös in das Spiel und leisteten sich einige Fehlpässe, da die Flumser aber völlig harmlos spielten, blieb es bis zur 42.Minute beim 0:0, ehe Alain Häne für den FC Winkeln einen vielumjubelten Elfmeter verwandelte.
So konnte sich sowohl die Winkler Mannschaft wie auch die angereiste Fangruppe einigermassen beruhigt zum "Pausentee" aufmachen.
Die Anhänger der Gäste nutzten die 15-minütige Unterbrechung um noch diesen oder jenen Fangesang zu analysieren, hatte man sich am heutigen Abend doch zum ersten Mal in dieser Zusammensetzung zum "Support" getroffen, so gab es anfänglich logischerweise noch einige kleine Problemchen mit der Textsicherheit bei den Liedern, aber man durfte ganz unbescheiden sagen, Potential war in dieser Gruppe durchaus vorhanden.
Die nette Dame im "Club-Beizli" meinte in der Pause übrigens: "Hüt wirds glaub doch noch knapp, aber Winkle gwünnt und dä Umsatz isch bisjetzt au guet!"
Kurz nach der Pause mischte das quirillige Strumduo des FC Winkeln die Abwehr der Flumser auf und Rafael Rohner erzielte, nach Vorarbeit von Roger Kobler, das 2:0.
Nun brachen alle Dämme bei den Fans der Gästemannschaft, man sang vom "Cöpfinal" und überschwenglich gaben die Anhänger einstudierte (zugegebnermassen etwas abgekupferte) Lieder über die Liebe zum Verein FC Winkeln zum Besten:"Wir lieben unseren FC Winkeln, wir lieben ihn so sehr, für euch fahren wir nach Singapur und auch ans Schwarze Meer, mit Klopapier supporten wir das beste Team der Welt, für euch fahren wir nach Rejkjavik, mit viel Bier und ohne Geld, FC Winkeln, Ole Ole Ole"
Die Sache schien also gegessen, es wurden bereits mögliche Gegner in der 1.Cup Hauptrunde im August diskutiert und die Stimmung war bestens. In der 72.Minute kehrte dann allerdings ein wenig Ernüchterung ein. Die Flumser erzielten das 2:1 und als in der 80.Minute sogar noch das 2:2 folgte, kochten die Emotionen auf dem Sportplatz Banau aufeinmal hoch. Ich selber verzettelte mich in irgendwelche Diskussionen mit Einheimschen wobei mich eine Zuschauerin mit den Worten: "i ha NLA Fraue-Fussball gspielt, i chum drus!" fast sprachlos machte...(und jetzt nichts gegen Frauenfussball).
Wenig später kassierte Roger Kobler nach einer Diskussion mit dem Schiedsrichter auch noch eine völlig fragwürdige Rote Karte, nun schien der Aussenseiter aus der 3.Liga plötzlich klar im Vorteil. Auch der Fanblock des FC Winkeln war ziemlich ratlos, einige schienen sogar ein wenig konsterniert. Mit Gesängen wie "ohne Flums wären die Berge schön" versuchte man die Heimmannschaft ein wenig aus dem Konzept zu bringen, allerdings ziemlich vergeblich.
Das Spiel war nun an Spannung und Dramatik kaum noch zu überbieten, eigentlich hatten sich alle Zuschauer schon mit der Verlängerung abgefunden, bis der Schiedsrichter in der 93.Minute auf den ominösen Punkt im Strafraum der Flumser zeigte.
Penalty für den FC Winkeln, und nun konnte nichts mehr schief gehen, der "Mann ohne Nerven" Alain Häne trat an und verwandelte souverän.
Riesenjubel bei Spielern und Fans. Die Anhänger stürmten über die Werbebanden auf das Spielfeld ohne Rücksicht auf Verluste, jemand von den Fans muss wohl nach dem Sprung auch eine künftige "Familienplanung" in Frage stellen.
Der Linienrichter befahl uns aber wieder zurück auf die kleine Tribüne: "S'spiel isch no nöd fertig."
Einige lange Sekunden später war es dann aber soweit. Die Cuphelden konnten zum Einzug in die Hauptrunde beglückwünscht werden. Ein unvergesslicher Cup Abend, es waren Leute mit dabei, die schon einiges im Fussball gesehen haben. Rom, Moskau, Madrid, Buenos Aires aber alle schwärmten danach in höchsten Tönen von diesem Fussballabend.
Mit einer "Humba" (Gebt mir ein H-Gebt mir ein U usw.) wurden die Spieler dann in die Kabine verabschiedet. Leider war unser Austria Lustenau Dauerkarten Besitzer der Vorsänger, deshalb sorgte das "Gebt mir ein Scheiss FC Lustenau" zwischendurh bei den Winklern doch für ein wenig Verwirrung.
Die Heimfahrt verlief stimmungsvoll und besonders gefreut hat sich die Winkler Fangruppe über die Bedankungen der Spieler und die Worte des Trainers Michi Lenherr.
Ach ja, die nette Dame vom "Club-Beizli" meinte am Schluss: " I has jo gseid es wird knapp, aber dä umsatz isch super gsi nur letscht johr gege dä FC Winterthur im Cup isch no besser gsi." Wer den Anhang der Winterthurer kennt, darf diese Aussage durchaus als Kompliment auffassen.
PS: Herzlichen Dank nochmals an die tolle Mannschaft des FC Winkeln u.a. war die Carfahrt für die Fans kostenlos.
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